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Drogen und Handys in Witzwil: Delikte rückläufig

Der Besitz von Drogen und Mobiltelefonen in der Berner Strafanstalt Witzwil ist rückläufig. Dies geht aus dem am Donnerstag publizierten Expertenbericht zum bernischen Straf- und Massnahmenvollzug hervor.

Hans-Rudolf Schwarz, Direktor Witzwil, Andreas Werren, Externer Berater, Hans-Jürg Käser, RR, Martin Kraemer, Vorstehender FB, an der PK zu den Ergebnissen der externen Untersuchung im Amt für Freiheitsentzug. St. Johannsen und Witzwil.
Hans-Rudolf Schwarz, Direktor Witzwil, Andreas Werren, Externer Berater, Hans-Jürg Käser, RR, Martin Kraemer, Vorstehender FB, an der PK zu den Ergebnissen der externen Untersuchung im Amt für Freiheitsentzug. St. Johannsen und Witzwil.
Beat Mathys

Die Anzahl der jährlichen Regelverstösse im Bereich Drogen und Handys sei recht hoch, schreibt Experte Andreas Werren im Bericht. In den letzten Jahren hätten die Verstösse aber klar abgenommen. Werren führt dies vor allem darauf zurück, dass die Anstalt dem Thema Sicherheit heute einen markant höheren Stellenwert einräumt als in früheren Jahren.

Die in jüngster Zeit angegangenen Veränderungen seien wichtige und richtige Elemente, konstatierte Werren. Allerdings hätten einige Mitarbeitende damit Mühe gehabt und die Unstimmigkeiten nach aussen getragen. Heute erscheine die Situation stablisierter.

Tiefe Fluktuationsrate beim Personal

Dass das Tempo der Veränderungen forsch und die Methodik ungewohnt war, nehme er auf seine Kappe, sagte Witzwil-Direktor Hans- Rudolf Schwarz dazu am Donnerstag vor den Medien.

Schwarz betonte gleichzeitig, dass die Fluktuationsrate beim Witzwil-Personal trotz Veränderungsprozess und personeller Unterbesetzung immer unter dem kantonalen Durchschnitt lag.

Beim Massnahmenzentrum St. Johannsen lobt Werren die hohe innere Professionalität. Allerdings reichten die Therapieressourcen und die Therapiedichte angesichts der Klientel des Zentrums nicht aus.

85 Prozent sitzen wegen schwerer Delikte

85 Prozent der Insassen in St. Johannsen wurden wegen schwerer Delikte zu einer Massnahme verurteilt. Unter einer Massnahme versteht man landläufig eine Therapie.

Angesichts dieser Klientel und der Offenheit der Anstalt hält Werren auch die Personalressourcen des Sicherheitsdienstes nicht für adäquat.

Franz Walter, Direktor des Massnahmenzentrums St. Johannsen, betonte, dass auf dem Gelände vermehrt Anwesenheitskontrollen durchgeführt würden. Freizeit- und Sportaktivitäten würden zudem enger begleitet. Unter anderem würden auch alle Abteilungen durch Fenstergitter zusätzlich gesichert.

SDA/js

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