Biel schafft im Zentrum mehr Platz für Fussgänger und Velofahrer

Biel

Das Bieler Bahnhofquartier wird vom Verkehr entlastet: Künftig darf der Bahnhofplatz für Autos nicht mehr als Durchgangsachse genutzt werden.

Mehr Platz für Fussgänger, weniger Autos: Künftig soll der Bieler Bahnhofplatz für Autos nicht mehr als Durchfahrtsachse genutzt werden.

Mehr Platz für Fussgänger, weniger Autos: Künftig soll der Bieler Bahnhofplatz für Autos nicht mehr als Durchfahrtsachse genutzt werden.

(Bild: Keystone)

Die Stadt Biel will das Bahnhofquartier vom Verkehr entlasten. Die Durchfahrt über den Bahnhofplatz und zwischen der Aarbergstrasse und dem Guisanplatz wird für den motorisierten Individualverkehr gesperrt.

Damit möchten die Bieler Stadtbehörden mehr Platz für den Fuss- und Veloverkehr sowie stabilere Verbindungen im Busnetz ermöglichen, wie sie am Montag mitteilten.

Der Bahnhofplatz wird nicht nur von Reisenden und dem öffentlichen Verkehr beansprucht, sondern dient den motorisierten Verkehrsteilnehmern auch als Durchgangsachse von einem Ende der Stadt ans andere.

Eine Analyse 2018 ergab laut Stadtbehörden zwischen 5000 bis 6000 Fahrten über den Bahnhofplatz pro Tag. Etwa die Hälfte davon war Durchgangsverkehr. Im Raum Bahnhofplatz und Guisanplatz kommt es häufig zu Staus. Dadurch haben die Busse Mühe, den Fahrplan einzuhalten. Auch für Fussgänger und Velofahrer ist die Situation nicht ungefährlich.

Seit der Eröffnung der Ostumfahrung von Biel sind im regionalen Strassennetz Kapazitäten vorhanden, die es laut dem Bieler Gemeinderat erlauben, den Verkehr gezielt auf die Hauptachsen zu lenken und so die Quartiere zu entlasten.

Zwei Kammern

Für das Bahnhofquartier bedeutet dies, dass die Strasse westlich des Bahnhofplatzes autofrei wird. Östlich wird die Strasse nur noch einseitig Richtung Bahnhofstrasse befahrbar. Ebenso wird die Aarbergstrasse zwischen Guisanplatz und Hallerstrasse autofrei.

Das Bahnhofquartier wird laut Mitteilung der Stadt neu durch ein Zweikammersystem erschlossen. Die Zu- und Abfahrt erfolgt entweder von Westen her über die Aarberg- und Bendicht-Rechberger-Strasse oder von Osten her über die Johann-Veresius-Strasse sowie die Bahnhof- und Wyttenbachstrasse.

Die öffentlichen Busse und Taxis befahren grundsätzlich die bisherigen Strecken. Für Taxis ist einzig die Aarbergstrasse zwischen Guisanplatz und Hallerstrasse neu nicht mehr befahrbar.

Der Zugang zum Bahnhof ist jedoch von allen Seiten her gewährleistet, wie die Stadt in ihrer Mitteilung betont. Die Parkfelder auf der Ost- und Westseite des Bahnhofs bleiben erhalten. Das Bringen und Abholen von Personen sowie das Kurzparkieren direkt vor dem Bahnhofgebäude sind weiterhin möglich.

Die neue Verkehrsführung wird am Dienstag publiziert. Die Umsetzung kann frühestens nach Ablauf der 30-tägigen Beschwerdefrist erfolgen.

chh/sda

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