Kallnach

Bekenntnis zur Dorfbeiz

KallnachDie Gemeindeversammlung hat der Gründung und der Beteiligung an einer AG zugestimmt. Diese sichert den Weiterbetrieb des Weissen Kreuzes.

Das Weisse Kreuz in Kallnach soll von einer AG erworben werden.

Das Weisse Kreuz in Kallnach soll von einer AG erworben werden. Bild: Wüthrich Architekten/zvg

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Die Zustimmung war überwältigend. Mit 157 zu 18 genehmigte die Gemeindeversammlung Kallnach die Beteiligung in Höhe von 400'000 Franken an einer Aktiengesellschaft. Die AG wird im nächsten Jahr gegründet und soll das Restaurant Weisses Kreuz erwerben. Dessen Besitzer wollen die Liegenschaft verkaufen.

Weil die Bevölkerung Angst hatte, dass die Dorfbeiz an einen Investor gehen und geschlossen werden könnte, schaltete sich die Gemeinde nach einem Antrag an der letztjährigen Gemeindeversammlung ein.

Die AG kann das Kreuz-Areal für 1,5 Millionen Franken kaufen. Gemäss dem Bericht eines Architekten stehen in den nächsten Jahren Investitionen von rund 2 Millionen Franken an. Die AG startet voraussichtlich mit einem Aktienkapital von 950'000 Franken.

Neben der Gemeinde sind die Burgergemeinde mit 100'000 Franken sowie Private, Vereine und Firmen mit 450'000 Franken beteiligt. Gemeindepräsident Werner Marti (SVP) betonte, dass Einwohnergemeinde und Burgergemeinde die Mehrheit halten, um eine Spekulation mit der Liegenschaft zu verhindern. Eine Privatperson gewährt der AG ein Darlehen über 1,5 Millionen Franken. Zudem hat eine Bank 400'000 Franken zugesagt.

Zu den Sanierungen kam an der Versammlung die einzige kritische Stimme. Eine Votantin befürchtete, dass weitere Investitionen anstehen. Das könne einen Rattenschwanz nach sich ziehen. Sie habe Angst vor einem «Fass ohne Boden». Marti zerstreute diese Bedenken.

Denn man habe einen Gegenwert. So gehören zur Liegenschaft 2700 Quadratmeter Bauland, die verkauft werden könnten. Werner Marti betonte, dass die Gemeinde nicht Besitzerin des Weissen Kreuzes werde. «Wir sind lediglich an der Aktiengesellschaft beteiligt.» Als wichtig bezeichnete er die Tatsache, dass die heutigen Wirte bleiben möchten. (Berner Zeitung)

Erstellt: 30.11.2015, 08:34 Uhr

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