Spitalzentrum Biel streicht weitere 45 Stellen

Biel

Das Spitalzentrum Biel streicht bis Ende nächsten Jahres weitere 45 Stellen. Betroffen sind insbesondere die Pflege, die medizinischen Dienste, der Betrieb und die Administration. Erst vor einem Jahr beschloss die Spitalleitung den Abbau von 53 Stellen.

Die Leitung des Spitalzentrums Biel hofft, dass sie möglichst wenige Entlassungen vornehmen muss und den Abbau durch natürliche Fluktuationen abfangen kann.<p class='credit'>(Bild: Bieler Tagblatt)</p>

Die Leitung des Spitalzentrums Biel hofft, dass sie möglichst wenige Entlassungen vornehmen muss und den Abbau durch natürliche Fluktuationen abfangen kann.

(Bild: Bieler Tagblatt)

Grund für den neuerlichen Stellenabbau sind Veränderungen in der Spitalfinanzierung, wie das Spitalzentrum Biel-Bienne am Mittwoch mitteilte. Ein ausgeglichenes Budget könne nur durch Massnahmen im Umfang von 12,5 Millionen Franken erzielt werden.

Neben Ertragssteigerungen und Einsparungen bei Sachauslagen liessen sich auch Massnahmen beim Personal nicht vermeiden. Die Spitalleitung hofft, dass sie möglichst wenige Entlassungen vornehmen muss und den Abbau durch natürliche Fluktuationen abfangen kann.

Dies sei in der Vergangenheit weitgehend gelungen. Bei den 39 Stellen, die das Spital noch bis Ende Jahr abbauen will, habe man nur zwei Kündigungen aussprechen müssen, heisst es in der Mitteilung weiter.

Bereits im Sommer seien mit den Sozialpartnern und der Personalkommission flankierende Massnahmen für die betroffenen Mitarbeitenden ausgearbeitet worden.

Berufsverbände zeigten sich am Mittwoch in einer gemeinsamen Mitteilung besorgt über die Entwicklungen. Der Spardruck der Spitäler nehme stetig zu und führe zu Entlassungen. Die Patienten würden indessen nicht weniger und je länger je älter und pflegebedürftiger.

Es sei fraglich, ob angesichts des Stellenabbaus eine gleichbleibende Qualität beibehalten werden könne, schreiben der Verband des Personals Öffentlicher Dienste (vpod), der Berufsverband der Pflegefachfrauen und -fachmänner (SBK) und der Verband Schweizerischer Asistenz- und Oberärztinnen und -ärzte (VSAO) in einer gemeinsamen Mitteilung.

met/sda

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