Omega-Uhr von Kennedy ist zugänglich fürs breite Publikum

Biel

Nach umfangreichen Renovationsarbeiten öffnet das Omega-Museum am 3. Mai 2010 seine Türen. Neu wird es auch fürs breite Publikum zugänglich sein. Damit erhält die Uhrenstadt Biel endlich ein öffentliches Uhrenmuseum.

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Jon Mettler@jonmettler

Das Museum der Luxusuhrenmarke Omega wurde im Januar 1984 ins Leben gerufen. Es ist das älteste Uhrenmuseum der Schweiz, das sich ausschliesslich der Geschichte einer einzigen Marke widmet. Doch es war bisher nicht frei zugänglich. Das ändert sich ab dem 3. Mai 2010. Ab diesem Zeitpunkt steht das Museum werktags von 9 bis 17 Uhr dem breiten Publikum offen. Bereits am heutigen Donnerstag konnte bernerzeitung.ch einen Augenschein nehmen.

Das Museum liegt direkt gegenüber des Omega-Hauptsitzes in Biel und umfasst eine beeindruckende Sammlung. Ausgestellt sind unter anderem die Werkbank von Firmengründer Louis Brandt (1825-1879), die Omega-Uhren von historischen Persönlichkeiten wie US-Präsident John F. Kennedy, Weltkriegslegende Lawrence von Arabien und Jahrhundertgenie Albert Einstein.

800 Unikate in Biel ausgestellt

Das jüngste Ausstellungsstück, das Omega vor zwei Monaten erworben hat, ist die Omega-Uhr von Eugene Cernan. Cernan war der letzte Mensch, der auf dem Mond gegangen ist (Apollo 17) und dabei die ausgestellte Uhr am Handgelenk getragen hat. Insgesamt sind im Museum 800 Unikate zu sehen. Weitere 8000 schlummern noch in den Archiven der Uhrenmarke.

Im Museum werden aber nicht nur Uhren gezeigt: Die Besucher haben etwa die Gelegenheit, diverse Zeitmessung-Geräte zu sehen, welche im Laufe der Olympischen Geschichte seit 1932 von Omega entwickelt wurden. Zudem steht auch eine Original-Konsole des Nasa-Kontrollzentrums «Mission Control» im grössten Ausstellungsraum. Gemäss Informationen von Omega handelt es sich dabei um die einzige Konsole, die in Europa zu finden ist.

Schliesslich sind Original-Requisiten aus den 007-Filmen zu sehen. Omega ist nicht nur offizieller Zeitnehmer der Olympischen Spiele, sondern war auch die offizielle Uhr des Mondlandeprogramms und ist seit 1995 die offizielle Uhr der James-Bond-Filme.

Fast wie eine Ausgrabung

Stephen Urquhart, Markenchef von Omega, vergleicht die Renovierungsarbeiten mit einer archäologischen Ausgrabung: «Das Projekt gab uns die Gelegenheit, die vollständige Sammlung zu prüfen. Zum Teil werden diverse Gegenstände, von deren Existenz wir vorher nicht einmal wussten, zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.»

Bernerzeitung.ch/Newsnetz

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