Neuer «Chemin des Anabaptistes»

Sonceboz

Im Berner Jura lässt sich die Geschichte der Täuferbewegung nun erwandern. ViaStoria, das schweizerische Zentrum für Verkehrsgeschichte, hat zusammen mit verschiedenen Partnern eine 33 Kilometer lange Route ausgeschildert.

Der neue Kulturweg mit dem Namen «Chemin des Anabaptistes» führt zu verschiedenen bedeutenden Orten der Täufergeschichte, wie ViaStoria am Donnerstag mitteilte. So etwa zum «Pont des Anabaptistes», wo die Täufer einst unter einer heute verschwundenen Steinbrücke geheime Versammlungen abhielten. Felsinschriften zeugen davon.

Die Täufer waren im 16. Jahrhundert aus den Wirren des reformatorischen Zürichs unter anderem zunächst ins Emmental geflüchtet. Als auch dort «Täuferjäger» mobilisiert wurden, sicherte ihnen der Fürstbischof von Basel Asyl auf den Jurahöhen zu. Dort schufen sich die Täufer mit Pioniergeist eine Lebensgrundlage und mit ihren Trockenmauern, Hecken und Alleen die heute als typisch geltende Kulturlandschaft.

Die Wanderung von Sonceboz via Montagne du Droit und Tal von St- Imier zum Chasseral kann individuell begangen werden. Jura bernois Tourismus bietet aber auch ein Zweitagesangebot an, das nebst einer Übernachtung eine Führung durchs Täuferarchiv umfasst.

sgl/sda

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