Milch und Joghurt aus der Industriezone

Lyss

Die Molkereien Wasserfallen und Zaugg errichten in der Industriezone Süd in Lyss eine neue Molkerei. Mit der Freiburger Cremo haben sie zudem einen Partner im Rücken.

Freiburger Milchverarbeiter Cremo beteiligt sich an der neuen Bio Molkerei Seeland AG.<p class='credit'>(Bild: Urs Baumann)</p>

Freiburger Milchverarbeiter Cremo beteiligt sich an der neuen Bio Molkerei Seeland AG.

(Bild: Urs Baumann)

Läuft alles nach Plan, nimmt in rund einem Jahr in der Lysser Industriezone Süd ein neuer Milchverarbeitungsbetrieb die Arbeit auf. Die beiden regionalen Milchverarbeiter Wasserfallen aus Lyss und Zaugg AG aus Biel wollen in einem Neubau ihre Produktion zusammenlegen. Die beiden Unternehmen haben zu diesem Zweck die Bio Molkerei Seeland AG gegründet, welche Betreiberin der neuen Molkerei sein wird. Mitbeteiligt am neuen Milchverarbeitungsbetrieb ist zudem der Freiburger Milchverarbeiter Cremo.

Das Grundstück, auf dem die neue Molkerei zu stehen kommen wird, gehört der Gemeinde Lyss. Der Grosse Gemeinderat hat grünes Licht für die Landabgabe im Baurecht an die Bio Molkerei Seeland AG gegeben.

Neubau als beste Lösung

Es ist vorgesehen, dass im neuen Milchverarbeitungsbetrieb von zwölf Angestellten jährlich rund 2,5 Millionen Kilogramm Milch zu Milch, Biomilch, Joghurt, Quark, Rahm und weiteren Spezialitäten verarbeitet werden.

Der Anstoss zum Neubau ging von Hanspeter Zaugg, dem Inhaber der Molkerei Zaugg aus. Das Bieler Unternehmen, das zum grössten Teil Biomilch aus der Region verarbeitet, hat seinen Produktionsbetrieb schon seit einigen Jahren in der ehemaligen Käserei in Diessbach. Die Käsereiliegenschaft gehört heute der Evangelischen Täufergemeinde Diessbach. Diese will das Gebäude künftig für eigene Aktivitäten nutzen.

Bei der nicht ganz einfachen Suche nach einem neuen Standort für seinen Betrieb sei er zum Schluss gekommen, dass ein Neubau die beste Lösung sei, erklärt Zaugg. Weil seine Betriebsgrösse aber nicht erlaubte, allein einen neuen Produktionsbetrieb zu finanzieren, machte sich Zaugg auf die Suche nach Partnern. Fündig wurde er bei der Molkerei Wasserfallen. Diese verarbeitet heute an der Hauptstrasse in Lyss täglich rund 3000 Liter Milch von insgesamt sieben Milchproduzenten aus Lyss, Worben und Ammerzwil.

Laden bleibt bestehen

Sowohl Zaugg als auch Walter Wasserfallen, der Inhaber der gleichnamigen Molkerei, beteuern, die nun aufgegleiste Lösung mit einem gemeinschaftlichen Produktionsstandort sei für beide Parteien eine Win-win-Situation. Beide Unternehmen behalten ihre angestammte Produktepalette bei.

Das bisherige Personal wird von der neuen AG übernommen wie auch die Verträge mit den Milchproduzenten. Mit der Beteiligung von Cremo verfüge man zudem über einen starken Partner im Rücken, sagt Zaugg.

Das Freiburger Unternehmen, das im letzten Jahr 418 Millionen Kilogramm Milch und 40 Millionen Kilogramm Rahm verarbeitet, zählt rund 650 Mitarbeiter. Cremo verspricht sich vom Engagement in Lyss eine bessere Ausgangslage im Biomilch- und im Spezialitätensegment.

Berner Zeitung

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