IG setzt sich für weniger Naturschutz ein

Seeland

Im bernischen und freiburgischen Seeland kämpft eine neue Organisation für mehr Landwirtschaft und weniger Naturschutz. Sie heisst «IG Pro Agricultura Seeland» und ist am Dienstagabend in Ins gegründet worden.

Die neue IG spricht sich für mehr Landwirtschaft und weniger Naturschutz aus.

Die neue IG spricht sich für mehr Landwirtschaft und weniger Naturschutz aus.

(Bild: Urs Baumann)

Erster Präsident ist der Inser BDP-Gemeinderat Peter Thomet, im Vorstand sitzen lauter Vertreter von landwirtschaftlichen Organisationen, Burgergemeinden, Einwohnergemeinden und Flurgenossenschaften der Kantone Bern und Freiburg. Erster Geschäftsführer ist Bruno Landolf aus Epsach BE.

Für die IG stellen die Kantone und der Bund viel zu viel Gelder für den Natur-, Gewässer- und Artenschutz zur Verfügung. Mittel für den Unterhalt und die Sanierung der landwirtschaftlichen Infrastruktur würden hingegen «stets knapper bemessen», so die IG in einer Mitteilung.

Gerade wegen der Bedeutung des Seelands als Standort für die Nahrungsmittelproduktion müsse alles unternommen werden, um eine nachhaltig produktive Landwirtschaft zu erhalten und zu fördern.

Den Ausschlag für die Gründung der IG gab laut Präsident Thomet ein Renaturierungsprojekt zugunsten des Bibers, wie er auf Anfrage sagte. Nichts zu tun habe die Gründung mit der vor Jahren geplanten, aber schliesslich gescheiterten Ansiedlung einer Pharmafirma aus den USA in Galmiz FR.

Derzeit zählt die IG 45 Mitglieder, doch an der Gründungsversammlung nahmen 120 Personen teil. Die meisten hätten Körperschaften vertreten, die nun ihren Beitritt noch formell beschliessen müssten, sagt Thomet. Die Gründungsversammlung fand im Inforama Seeland statt, also einem landwirtschaftlichen Bildungszentrum des Kantons Bern.

cls/sda

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