Bieler Gymnasiast taucht in Al-Kaida-Video auf

Vom ehemaligen Bieler Gymnasiasten, der 2012 in Kenia wegen Terrorverdachts inhaftiert worden war, sollen im Internet Video- und Audio-Botschaften aufgetaucht sein.

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(Bild: Der damals 19-Jährige mit seiner Anwältin auf dem Weg ins Gericht in Kenia (Archivbild).)

Der gebürtige Jordanier M.N. wurde 2012 in Kenia des dringenden Terrorverdachts bezichtigt und verhaftet. Er soll sich der militanten islamischen Gruppe al-Shabaab angeschlossen haben. Zwar liess das Gericht die Anklage später fallen, dennoch belegte der Bundesrat den ehemaligen Bieler Gymnasiasten mit einem Einreiseverbot.

Neue Spuren

Nun berichtet die «SonntagsZeitung», dass M.N. in verschiedenen Video- und Audio-Botschaften auftaucht, die im Internet kursieren. Demnach habe sich der Bieler Dschihadist nach seinem Gefängnisaufenthalt in Kenia letztlich nach Jordanien abgesetzt und sich erneut einer Terrorgruppe angeschlossen, die mit al-Qaida in Verbindung steht.

Die «SonntagsZeitung» hat mehrere Botschaften übersetzen lassen. So wird er in einem als Scheich bezeichnet, zeigt mit dem Finger auf tote Assad-Anhänger und sagt: «Das ist, mit der Erlaubnis von Allah, das Schicksal von allen Invasoren und jenen, die gegen den Islam kämpfen und uns erniedrigen. Und Allah sagte, ‹Tötet die Ungläubigen, denn sie haben keinen Glauben›.»

Verbleib ungewiss

Was aus M.N. geworden ist, ist unklar. Die «SonntagsZeitung» zitiert den Bundesnachrichtendienst, wonach es Hinweise gebe, dass er sich später der Terrormiliz Islamischer Staat angeschlossen hat und Ende 2014 bei Gefechten getötet wurde.

mb

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