Bahnlinie Bern-Neuenburg am Montagabend wieder offen

Am Sonntag hat sich über dem Kanton Bern ein heftiges Gewitter entfaltet. Binnen vier Stunden gingen rund 160 Meldungen bei der Polizei ein. Unter anderem war der Verkehr betroffen.

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Das Gewitter mit heftigen Niederschlägen entlud sich zwischen 17.30 und 18.30 Uhr. Am stärksten betroffen war die Gegend um Ins. Dort fielen am Sonntagnachmittag und -abend 54 Liter Regen pro Quadratmeter, wie der Nachrichtendienst Meteonews mitteilte. Der Kommandant der Feuerwehr Ins, Adrian Gutmann, sagte im Regionaljournal Bern Freiburg Wallis von Radio SRF, ein Gewitter mit so starken Regenfällen habe man in Ins noch nie gesehen.

Verkehr beeinträchtigt

Noch bis am Montagabend unterbrochen ist die Bahnlinie zwischen Kerzers und Ins. Die starken Regenfälle vom Sonntag hatten bei Ins an zwei Stellen den Bahndamm und die Kabeltrassees fortgespült, sagte eine Sprecherin der BLS am Montagmorgen gegenüber der Nachrichtenagentur sda. Ab 18 Uhr sollten die Züge wieder fahrplanmässig verkehren. Bis dahin befördern Bahnersatzbusse die Reisenden zwischen Kerzers und Ins.

Davon betroffen sind auch die Schnellzüge Bern-Neuenburg. Die BLS empfiehlt Reisenden, die von Bern direkt nach Neuenburg reisen wollen, via Biel zu fahren. Die Züge der S-Bahn-Linie 5 halten ausserordentlich in Riedbach und Rosshäusern. Die Ersatzbusse zwischen Kerzers und Ins halten im Dorf Müntschemier, wie den SBB-Bahninformationen zu entnehmen ist.

Am Sonntag gegen 17.15 Uhr musste zudem die Autostrasse H10 wegen einer vollgelaufenen Unterführung in beiden Richtungen gesperrt werden. Gegen 20 Uhr konnte sie wieder geöffnet werden.

Schäden auch im Oberaargau und bei Schwarzenburg

Insgesamt gingen auf den Regionalen Einsatzzentralen der Kantonspolizei zwischen Sonntag 16.30 Uhr und Sonntag 20.30 Uhr rund 160 Meldungen ein. Davon kamen 120 aus dem Seeland. Am Montamorgen gab die Kapo bekannt, auch aus dem Schwarzenburgerland und dem Oberaargau seien einige Meldungen eingegangen.

Verletzt wurde nach aktuellem Kenntnisstand niemand. Verschiedene örtliche Feuerwehren waren am Sonntagabend in der Region im Einsatz, um vollgelaufene Untergeschosse, Keller und Garagen auszupumpen. Nach 21 Uhr habe sich die Situation wieder beruhigt, wie ein Sprecher der Kantonspolizei Bern am Montag auf Anfrage sagt.

Verunreinigtes Trinkwasser in Zweisimmen

In Zweisimmen gelangte wohl wegen der heftigen Regenfälle der letzten Tage eine geringe Menge von Kolibakterien ins Wasser der Grünholzquelle oberhalb Blankenburg.

chh/mb/sda

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