Aarberg

59-jähriger Mann stirbt bei Explosion in Garage

AarbergIn Aarberg kam es am Dienstagmorgen zu einer heftigen Explosion in einer Garage. Dabei wurde ein 59-jähriger Mann aus der Region getötet.

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Um 8.35 Uhr ging bei der Polizei die Meldung ein, dass sich in einer Garagenhalle in Aarberg eine Explosion ereignet habe. «Seither sind wir vor Ort im Einsatz», sagte Nicolas Kessler von der Berner Kantonspolizei. Ein Augenzeuge, der im Industriequartier arbeitet, berichtete, dass man die Explosion zwar gehört habe, diese jedoch nicht sehr heftig gewesen sei. «Der Rauch jedoch war sehr gut sichtbar», sagte er weiter.

Eine Person konnte nur noch tot im Karosseriebetrieb geborgen werden. Beim Toten handelt es sich um einen 59-jährigen Mann aus der Region, der in der Garage gearbeitet hat. Die Explosion ereignete sich im Heizungskeller im Untergeschoss der Werkstatt, wie Andreas Fiechter, der Einsatzleiter der Feuerwehr an einer Pressekonferenz nach dem Mittag bekannt gab.

Schwieriger Einsatz

Nachdem die Feuerwehr vor Ort eingetroffen war, fand sie einen leblosen Körper im Untergeschoss des Gebäudes. Sanitäter haben versucht, den Mann zu reanimieren, er verstarb aber noch auf der Unfallstelle. Der Einsatz sei sehr schwierig gewesen, weil es eine starke Rauchentwicklung gab, sagte Fiechter. Die Feuerwehrleute mussten deshalb Atemschutzmasken tragen.

«Die Druckwelle nach der Explosion muss sehr gross gewesen sein», sagte Fiechter weiter. Sie fand eine beschädigte Fassade und zerbostene Fenster vor. Am frühen Nachmittag waren Statiker vor Ort, die abklärten, ob für die ganze Halle Einsturzgefahr bestehe. Ersten Einschätzungen nach sei die Gefahr aber unbegründet. Eine Gasleitung, die ins Quartier führt, wurde zur Sicherheit gekappt, sagte Fiechter. Im Heizungskeller waren offenbar auch verschiedene Chemikalien gelagert. Ob dies mit der Explosion im Zusammenhang steht, wird nun abgeklärt.

Zur Höhe des Sachschadens konnte die Polizei noch keine Angaben machen.

Keine Gefahr für die Bevölkerung

Der Garagenbetrieb befindet sich eingangs Aarbergs und grenzt an ein Wohnquartier. In der näheren Umgebung befinden sich eine Denner-Filiale, eine Tankstelle und zahlreiche Wohnblocks. Über der Autowerkstatt befindet sich eine Wohnung und im vorderen Teil des Gebäudes eine Bar. Die Wohnung ist nach Angaben der Polizei derzeit nicht bewohnbar. Wann allenfalls die Bar wieder in Betrieb geht, sei auch noch nicht klar. «Für die Bevölkerung bestand aber zu keiner Zeit Gefahr», sagte Polizeisprecher Andreas Hofmann.

Am Nachmittag sprach auch die stellvertretende Regierungsstatthalterin Franziska Steck zu den Medien. Sie zeigte sich erschüttert über den Vorfall. Gleichzeitig lobte sie die gute Zusammenarbeit aller Einsatzkräfte.

Im Einsatz standen neben der Kantonspolizei Bern das Careteam des Kantons Bern, die Sanität sowie die Feuer-, Öl- und Chemiewehr.

Polizeisprecher Andreas Hofmann sagte, dass die weiteren Ermittlungen noch Tage oder Wochen gehen könnten. (toc/tan)

Erstellt: 19.02.2013, 11:06 Uhr

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