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Schwimmer vom Kursschiff an den Beinen verletzt

SpiezDer Schwimmer, der am Donnerstag ausgangs der Bucht mit einem Schiff kollidierte, trug Beinverletzungen davon. Die involvierte MS

Wie bereits in der gestrigen Ausgabe vermeldet, kollidierten am Donnerstag kurz nach Mittag die MS Berner Oberland bei der Ausfahrt aus der Spiezer Bucht mit einem einheimischen Schwimmer. Er war gemäss Augenzeugen in einem Neoprenanzug trainierend unterwegs. Nach dem Zusammenstoss mit dem Schiff konnte er sich noch selber ans Ufer retten. Dort wurde er von einer Ambulanz und der Seepolizei Thunersee medizinisch versorgt und betreut. Später ist der Verunfallte dann mit einem Helikopter in Spitalpflege verbracht worden. Zu der Art der Verletzungen wurden am Donnerstag von offizieller Seite keine Angaben gemacht. Heinz Pfeuti von der Pressestelle der Polizei bestätigte gestern aber, dass sich der Verunfallte an den Beinen erheblich verletzt habe. Wie schwer, konnte Pfeuti allerdings nicht sagen. Kein Kommentar von der BLS Der BLS-Schiffsbetrieb äusserte sich als betroffene Partei nicht zum Unfall. Mediensprecher Michael Blum bestätigte bloss, dass das Schiff nach dem Ereignis zu näheren Abklärungen in die Werft nach Thun zurückgekehrt sei, seit gestern aber wieder kursmässig verkehre. Weil das am Unfall beteiligte Schiff zum öffentlichen Verkehr gehört, ist nach der Polizei nun die Unfalluntersuchungsstelle Bahnen und Schiffe des Bundes für die Abklärungen zuständig. Nicht der erste Unfall Der Unfall in der Bucht Spiez ist nicht der erste dieser Art. In Oberhofen war am 5.August 2003 ein ebenfalls einheimischer Schwimmer rund 50 Meter von der Ländte entfernt unter das Dampfschiff Blümlisalp geraten. Dieser hatte sich damals tödliche Verletzungen zugezogen. Trotz mehrerer Augenzeugen, die den Unfall beobachtet hatten, konnte der Mann vorerst nicht gefunden werden. Jener Unfall löste in der Öffentlichkeit heftige Diskussionen aus: von geforderter Ausdünnung des Fahrplans über den Wunsch nach langsameren Kursschiffen bis zum Hinweis: «Wer mit offenen Augen durchs Leben schwimmt, kommt in der Regel heil weg.» Holländerin hatte Glück Von einer Holländerin, die auf einer Luftmatratze schlafend vor der Einfahrt in den Kanal Richtung Interlaken vom ehemals auf dem Thunersee stationierten Motorschiff Jungfrau überfahren worden war, berichtet der pensionierte Kapitän Fritz Mürner in seinen Memoiren. Die Frau soll erwacht sein, kurz bevor es krachte; jedenfalls kam die geübte Taucherin damals wieder heil unter dem Schiff hervor. Wann immer solche Unfälle passieren, kommen rasch auch die Haftung bei allfälligen Schäden an den betroffenen Verkehrsmitteln sowie die Auswirkungen auf den Verkehr zur Sprache. Nicht ausgeschlossen sind für die Verursacher sogar Bussen wegen «Störung des öffentlichen Verkehrs». Guido Lauper >

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