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Schweizer verschenken im Schnitt 300 Franken

weihnachtsgeschäft Die Detailhändler sind des

Der letzte Sonntagsverkauf in diesem Jahr hat in der Deutschschweiz und im Tessin gestern Zehntausende in die Läden gelockt. Eine Woche vor Weihnachten steht bereits fest: Die Detailhändler machen 2010 ein gutes Festtagsgeschäft. Besonders grosse Freude haben sie an der klirrenden Kälte. In den Warenhäusern werden dieses Jahr auffallend viele warme Kleider gekauft: Bei Manor ist Mode aus Kaschmirwolle ein Renner, und auch Accessoires wie Mützen und Halstücher landen häufig auf dem Ladentisch. «Das kalte Wetter hat sehr geholfen», stellt Globus-Sprecher Jürg Welti fest. Das weihnächtliche Wetter mache Lust auf einen Einkaufsbummel, sagt Madeleine Elmer vom Berner Warenhaus Loeb. Gut verkaufen sich dieses Jahr auch bewährte Weihnachtsgeschenke: Parfüme, Bijouterieartikel und Spielzeuge. Der E-Hamster Beim Spielzeug wiederum hat Manor-Sprecherin Elle Steinbrecher einen Trend ausgemacht: Viele Kinder wünschen sich demnach dieses Jahr den elektronischen Hamster namens «Zhu-zhu» unter dem Weihnachtsbaum. Beliebt ist auch «Kinect», ein Gerät, mit dem durch Körperbewegungen auf der Videokonsole Xbox 360 gespielt werden kann. Die Warenhausketten Globus, Loeb und Manor sind zufrieden mit dem Verlauf des bisherigen Weihnachtsgeschäfts. Den positiven Tenor bestätigt eine aktuelle Umfrage der Beratungsfirma Ernst&Young: Durchschnittlich rund 300 Franken wollen Schweizerinnen und Schweizer laut dieser Befragung dieses Jahr für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind 34 Franken mehr als letztes Jahr. Schweizer Konsum ist robust Die Konsumenten waren schon das ganze Jahr über eine wichtige Stütze für die Schweizer Wirtschaft. Zwar waren sie gemäss der letzten Umfrage des Staatssekretariats für Wirtschaft Seco im Oktober etwas weniger ausgabefreudig als noch im Sommer – die Stimmung war aber dennoch deutlich besser als ein Jahr zuvor. Das diesjährige Weihnachtsgeschäft werde ein guter Abschluss für ein gutes Jahr sein, sagt auch Thomas Stocker von der Konjunkturforschungsstelle BAK Basel. Gemäss BAK wird der Detailhandel 2,3 Prozent mehr umsetzen als 2009. Der Privatkonsum insgesamt dürfte aus Sicht der UBS um 1,8 Prozent steigen, das Seco rechnet mit einem Plus von 1,7 Prozent. Den robusten Konsum führen Experten unter anderem auf die bessere Situation auf dem hiesigen Arbeitsmarkt zurück. Der Grund ist klar: Wer seine Stelle verliert oder Angst vor einem Stellenverlust hat, gibt weniger Geld aus. Davon ist in der Schweiz im Moment nicht viel zu merken: «Die Leute realisieren, dass die Krise vorüber ist», sagt Caesar Lack von der UBS. Die wirtschaftliche Erholung werde sichtbar, erklärt BAK-Experte Stocker. Der Zuwanderung sei Dank Die Steigerung bei den Umsätzen hat aber nicht nur psychologische Ursachen: Die Schweizer Bevölkerung wächst und damit auch der Konsum. «Mit jeder Person, die einwandert, erhält die Schweiz eine neue Konsumentin oder einen neuen Konsumenten», sagt Damian Künzi von der Credit Suisse. Marc Bürgi, SDA>

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