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Schulhaus unter dem Hammer

Nach dem Konkurs der Besitzerfirma folgt die Versteigerung: Vier Wohnungen im Buchser Oberfeldschulhaus kommen unter den Hammer. Was mit dem Haus passiert, ist ungewiss, denn die Wohnungen sind noch im Rohbau.

Das stattliche alte Schulhaus in Herzogenbuchsee dämmert seit fast drei Jahren vor sich hin. Die Fensterläden sind geschlossen. Der begonnene Umbau ruht schon lange wegen finanzieller Schwierigkeiten der Besitzerin. 2005 hatte die im Freiburgischen domizilierte Immobilienfirma Begrag AG die Liegenschaft der Gemeinde abgekauft. Das Gebäude an der Oberfeldstrasse sollte zu einem Haus mit exklusiven Eigentumswohnungen werden. Die Arbeiten dafür liefen jedoch nur rund ein halbes Jahr, seither herrscht Ruhe. Vor anderthalb Jahren ging die Begrag AG in Konkurs (wir berichteten). Jetzt sind im Anzeiger vier Wohnungen zur Versteigerung ausgeschrieben. Noch nicht bewohnbar Nur: Im Oberfeldschulhaus kann momentan niemand wohnen. Bis vor fünf Jahren lebten noch Asylbewerber und ein Schweizer Ehepaar dort, dann mussten sie ausziehen, Zwischenwände und Böden der veralteten Wohnungen wurden herausgerissen. Das Schulhaus erhielt ein neues Dach, ein Teil der Fassade wurde entfernt, und innen begann der Umbau. Doch die Räume sind noch immer im Rohbau: neu sind einige isolierte Aussenwände, Raumtrennungen und eingezogene Stromkabel. Bis dort gewohnt werden kann, muss noch viel investiert werden. Nach Informationen der BZ wurden zwei Wohnungen schon im Voraus verkauft. So sind an der Versteigerung am 18.März nur noch vier zu haben. Die Schatzung des Konkursamtes Emmental-Oberaargau hat für die Wohnungen im Stockwerkeigentum Preise von 158000 bis 173000 Franken ergeben. Kaum anzunehmen, dass jemand für eine nicht ausgebaute Wohnung so viel bezahlt. Wahrscheinlicher ist ohnehin, dass die Gläubigerbank die Wohnungen an der Versteigerung übernimmt. Das alte Oberfeldschulhaus wurde 1870 erbaut. Es ist im Buchser Bauinventar als «schützenswert» eingestuft, was einem Abbruchverbot gleichkommt. Herbert Rentsch>

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