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Schonender Transport als Ausbildungsziel

landwirtschaftIn Thun besuchten die Viehhändler die 66. Generalversammlung des bernischen Viehhändlerverbands und nahmen an einer Weiterbildung teil, die vom Gesetz her vorgeschrieben ist.

Für Tiertransporteure und Viehhändler sind gesetzlich sieben Stunden Weiterbildung in drei Jahren zu absolvieren und dazu für Lenker von Fahrzeugen über 3,5 Tonnen sieben Stunden Kurs für die Chauffeurzulassung. Es wird eine Datenbank erstellt, um den Besuch zu kontrollieren und die Schulung ist kostenpflichtig. Nach der Versammlung gab es vier Vorträge, die als Weiterbildungskurse zählen: Dr. Reto Wyss, Kantonstierarzt, Peter Bosshard, Geschäftsführer des schweizerischen Viehhändlerverbands, Peter Schneider, Stv. Leiter Klassifizierung und Märkte von Proviande Bern und Andreas Zuber, Geschäftsführer der Kontrollkommission für umweltschonende und tierfreundliche Landwirtschaft KUL gaben ihr Fachwissen weiter. Das Ziel der Ausbildung muss sein, dass das Tiertransportpersonal schonend mit Tieren umgeht und für ihre fachgerechte Betreuung sorgt. «Das schreibt das Gesetz vor, das machen wir nicht», betonte Peter Bosshard vom schweizerischen Viehhändlerverband. Mehr Fleisch am Knochen In seinem Jahresbericht zog Franz Kneubühler, der Präsident des bernischen Viehhändlerverbands in der alten Reithalle in Thun Bilanz über das letzte Jahr. Die Preise für Schlachtschweine seien so tief gefallen wie nie zuvor. Es soll wieder mehr Fleisch am Knochen sein. Kälber von Milchrassen sind nicht gefragt, deshalb werde wieder vermehrt mit Stieren von Fleischrassen und Simmental gezüchtet. Das werde sich sicher positiv auf die Bankkälber- und Fressermärkte auswirken. Die Viehhändler bedauern, dass Abnehmer oft weniger Tiere als abgemacht abrufen. «Später werden bei diesen Tieren empfindliche Abzüge gemacht bei Gewicht und Qualität», so der Präsident. Beim Bank- und Verarbeitungsvieh sei der Absatz gut gelaufen, nur würden die Proviande-Wochenpreise schlecht eingehalten. Beim Nutzvieh seien neumelke Kühe mit hoher Leistung gut verkäuflich. Kneubühler betonte, dass Milchhandel und Verarbeiter mehrfach kassieren, die kleinen Käsereien hingegen serbeln. Das Problem der kostendeckenden Produktion von Lebensmitteln wurde angesprochen. Die Kunden entscheiden mit ihrem Kaufverhalten den Markt. «Die Konsumenten wollen nichts mehr bezahlen für die Ware und halten dann den Produzenten die Direktzahlungen vor», machte ein Viehzüchter seinem Ärger in der hitzigen Diskussion Luft und ein anderer meinte: «Wir müssen Heu füttern, dann aber Abzüge wegen des roten Kalbfleischs hinnehmen.» Rechnung im Minus Die Jahresrechnung schliesst bei einem Aufwand von 28000 und Einnahmen von 16400 Franken mit einem Defizit von 11700 Franken. Der Jahresbeitrag bleibt bei 120 Franken. Den drei Eintritten stehen 16 Austritte gegenüber. Für 40 Jahre Mitgliedschaft wurde Arnold Kupferschmied aus Heimenschwand mit einer Urkunde geehrt. Rösi ReichenRösi Reichen>

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