Zum Hauptinhalt springen

Schönheit, Intimität und farbenprächtige Vielfalt

BlumensteinZum Abschluss der 17.Saison der Vier-Jahreszeiten-Konzerte gastierte das deutsche Auryn Quartett und der österreichische Geiger Christian Altenburger an der Viola in der Kirche Blumenstein. Krankheitsbedingt erklangen Streichquintette anstelle von Sextetten.

Wegen einer Erkrankung des Cellisten Patrick Demenga wurde beim letzten Konzert der Vier-Jahreszeiten-Reihe 2011/2012 eine Programmänderung unumgänglich: Anstelle der Sextettformation erklangen Werke in Quintett- und Quartettbesetzung. Wer die angekündigten Sextette hören wollte, kam trotzdem nicht zu kurz, da diese von der angekündigten Formation auf CD aufgenommen wurde. Die Gelegenheit, den Tonträger zu erwerben, wurde am Sonntag in der Kirche Blumenstein rege genutzt. Die fünf Künstler – das Auryn Quartett mit Matthias Lingenfelder, Jens Oppermann (Violinen), Stewart Eaton (Viola), Andreas Arndt (Cello) und Bratschist Christian Altenburger – sorgten für klangliche Ausgewogenheit und rhythmische Präzision. Das traumwandlerisch sichere Zusammenspiel, gepaart mit umwerfender Souveränität in der Natürlichkeit ihrer Aussage, erlaubte es den Musikern, den Klang homogen aufzufächern, damit die Schönheit der Einzelstimmen hörbar wurde, ohne den Gesamtklang zu beeinträchtigen. Mendelssohnscher Schwung 19 Jahre nach seinem ersten Streichquintett schrieb Felix Mendelssohn das B-Dur Quintett. Bereits zu Beginn mit melodiösem konzertmässigem Aufschwung der ersten Violine wurde in Blumenstein der berühmte mendelssohnsche Schwung hörbar. In Verbindung von konzertanten und kontrapunktischen Elementen kam bis hin zum schwerblütigen d-Moll mit Schmerzausbrüchen und tiefen Empfindungen alles auf, was von dem Romantiker erwartet wird. Hinreissende Musik folgte in Antonín Dvo?áks amerikanischem Streichquartett in F-Dur. Charakteristisch wirkte der warme, verschmelzende Ton, die fliessende Kantabilität und die rhythmische Impulsivität, wie sie der tschechischen Musik zu eigen sind. Geschickt verwob das Männerquartett Intimität und farbenprächtige Fröhlichkeit. Tröstende Empfindungen Bezaubernd wirkte Mozarts Streichquintett in g-Moll mit ergreifender Expressivität, intensiven Klangeffekten durch die pochende Begleitstimme, tröstlichen Empfindungen (alle Instrumente mit Dämpfer) bis hin zum tänzerischen Rondo im G-Dur-Finalsatz, der mit heiterer Musik grossen Kontrast zum Ausdruck der vorherigen Sätze bildete. Die fünf Künstler überzeugten fein untereinander harmonisierend und mit lebendiger Spielfreude. Erst nach mozartischer Zugabe wurden sie vom beglückten Publikum entlassen. Heidy Mumenthaler>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch