Zum Hauptinhalt springen

Schlossabenteuer findet Anklang

Minnegesang, Aufgaben lösen, später der Ritterschlag: Das neue Angebot «Werde Ritter oder Ritterin» der Schlösser Oberhofen, Spiez und Thun findet bei Familien grossen Anklang. Einer der ersten Ritter heisst Pascal Heiniger.

Mit Bravour löste der 7-jährige Pascal Heiniger aus Uetendorf seine Aufgaben im Schloss Thun. Tatkräftig mitgeholfen haben dabei seine Eltern und Klein-Joël, der mit 4 Jahren noch nicht mitmachen durfte. «Zu Hause haben wir ganz viel Ritterspielzeug. Wir sind richtige Fans», meinte Joël. Genau das ist auch das Ziel von Monika Loosli, Mitinitiantin und Verantwortliche für Bildung und Vermittlung im Schlossmuseum Thun: «Mit dem neuen Angebot ‹Werde Ritterin oder Ritter› wollen wir die Schlösser für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren erleb- und greifbar machen. Auf spielerische Art und Weise entdecken sie die Schlösser und das Mittelalter.» Mitmachen statt zusehen Aufgebaut ist das Projekt gemäss der tatsächlich vorhandenen mittelalterlichen Realität: Damals wurden im gleichen Alterssegment auf drei Stufen die Ritter erkoren. Auch für die Eltern ist das Angebot eine willkommene Abwechslung: «Eine tolle Sache – die Kinder werden animiert, Geschichte und Historisches zu begreifen, ohne dass sie einfach nur schauen und nichts anfassen dürfen», sagte Margrit Linder aus Uetendorf, die mit ihrem Mann Ueli und Sohn Nick (8-jährig) zur Ritterprüfung kam. Nachhaltiges «Ich gelobe» «Ich gelobe, meine Pflichten in der Familie und der Schule zu erfüllen» oder «Ich gelobe, mich nach einem Fehlverhalten zu entschuldigen und Fehler zuzugeben» – wer alle Prüfungen absolviert hat und zum Ritter geschlagen wurde, muss sich zukünftig an diese Pflichten halten. Die Eltern sind darüber froh, denn sie sind überzeugt, dass der Ritterschlag und die Schlosserlebnisse nachhaltig wirken werden. Um Ritter zu werden, braucht es zunächst die Wahl von zwei Schlössern, denn so einfach geht es nicht: Zuerst werden die Kinder zu Pagen, dann zu Knappen, und erst am Schluss erfolgt die höchste Prüfung. Pass bis Oktober gültig Für jeden Ausbildungsteil steht in den drei Schlössern von Thun, Spiez und Oberhofen passendes Material bereit. Zu den Aufgaben gehören etwa der Umgang mit Waffen und Rüstungen, Kampf- und Turnierformen, höfische Umgangsformen sowie der Tanz und der Minnegesang. Das Angebot richtet sich an Familien mit Kindern zwischen 6 und 12 Jahren. Der dazugehörende Ritterpass kann in jedem der Schlösser gekauft werden und ist bis Mitte Oktober 2010 gültig.Heinz Schürch •www.schlossthun.ch •www.schloss-spiez.ch •www.schlossoberhofen.ch>

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch