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Sandee: «Das Aus kann 1000 Gründe haben»

«Kampf der Chöre»Trotz einem toll dargebotenen Duffy-Hit «Mercy» konnten Sandee (33) und ihr Berner Chor beim Publikum nicht ausreichend punkten. Am Tag nach dem Ausscheiden in der TV-Chor-Show spricht die Wimmiser Mundartsängerin über das, was war.

Ihre «Kampf der Chöre»-Bilanz in Kurzform bitte. Sandee: Das Hauptziel ist erreicht: Ich bin mit meinem Chor nicht als erstes ausgeschieden Wie haben Sie nach dem Aus in Runde drei geschlafen? Sandee: Sehr, sehr gut. Auf einen Schlag ging eine intensive Zeit zu Ende. Ich habe während der letzten fünf Wochen fast rund um die Uhr für die Chorsendung gearbeitet. Auch für meine 20 Sänger war es sehr anstrengend. Mit dem Aus kam die Erschöpfung. Nach den zwei ersten Sendungen übten wir bereits auf der Heimfahrt im Car für unseren nächsten Auftritt. Diesmal sind beinahe alle eingeschlafen – die Anspannung war weg. Die entlud sich bereits auf der Showbühne, wo die ersten Tränen flossen. Galt es viele zu trocknen? Sandee: Ja. Es sind viele Tränen geflossen. Wir hatten in unserem Chor ein ganz spezielles Verhältnis und kamen sehr schnell in diesen Family-Groove. Das Ausscheiden tut dann doppelt weh. Auch hinter der Bühne spielten sich ergreifende Szenen ab, unser Ausscheiden wurde allseits und ehrlich bedauert. Ein Sänger aus dem Chor Noemi Nadelmanns – der Mann ist 50 Jahre alt – nahm mich in den Arm und weinte los. Gabs auch aus der Öffentlichkeit erste Rückmeldungen? Sandee: Ich wurde mit solchen überhäuft. Nach der Sendung hatte ich bereits 27 Kurzmitteilungen auf dem Handy, am Morgen waren 137 neue Nachrichten auf meiner Mailbox. Zu wenig TV-Zuschauer voteten afür Ihre Truppe. Was glauben Sie, weshalb hat es nicht gereicht? Sandee: Ach, das ist schwierig zu sagen. «Mercy» war ein anspruchsvoller Song, den wir fast in einer Acappella-Version sangen. Damit habe ich meinem Chor viel abverlangt. Die Soundbedingungen auf der Bühne waren nicht einfach. Vielleicht haben die uns in der missglückten ersten Strophe ein Bein gestellt. Das soll aber keine Ausrede sein; die Voraussetzungen waren für sämtliche Chöre ähnlich oder gleich. Unser Ausscheiden kann 1000 Gründe haben. Nennen Sie uns zwei Sandee:Wer weiss: Vielleicht erwartete das Publikum von uns wieder einen Mundartsong. Und möglich ist auch, dass das, was ich zum gewählten Gotthard-Song von Padi Bernhard gesagt habe, nicht gut angekommen ist. Sie fanden, die Zeit sei nur einen Monat nach Steve Lees Unfalltod nicht reif, um dessen Überballade «Heaven» zu singen. Sandee: Das ist meine Meinung. Werde ich nach der gefragt, äussere ich sie auch. Ist das etwas, das im Zusammenhang mit dem Abenteuer «Kampf der Chöre» negativ in Erinnerung bleiben wird? Sandee: Nein, das nicht gerade. Doch die Wahl dieses Songs hat für mich einen schalen Beigeschmack: Geht es um den Song und eine Hommage an einen grossen Sänger oder nur darum, die Tränendrüsen der Zuschauer zu aktivieren, um Stimmen zu holen? Ich will Padi Bernhard diesbezüglich aber nichts unterstellen. Ich hätte «Heaven», die Ballade von Gotthard schlechthin, nicht ausgewählt. Interview: Jürg Spielmann>

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