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Rüffel für den Ratskollegen Rappa

Der Streit zwischen den Stadträten Francesco Rappa (BDP) und Michael Ritter (FDP) schade dem Ansehen des Burgdorfer Parlaments: Das sagt Remo Leibundgut, der den Stadtrat präsidierte, als der Krach begann.

Es war eine seiner letzten Amtshandlungen als Präsident des Burgdorfer Stadtrates: Am 14.Dezember beglückwünschte Remo Leibundgut (SVP) das neubestellte Ratsbüro mit seinem Nachfolger Martin Aeschlimann (EVP; siehe oben), Vizepräsident Hansjörg Keller (FDP) und Stefan Berger (SP) zu seiner Wahl. Dass diese Wahl noch für ernsthafte Verstimmungen im bürgerlichen Block des Parlaments sorgen würde, konnte Leibundgut damals nicht ahnen. Doch anderthalb Monate später bezichtigt BDP-Stadtrat und -Vorstandsmitglied Francesco Rappa den FDP-Fraktionschef Michael Ritter, sich nicht an sein Versprechen gehalten zu haben. Die FDP hatte bei der Kür des zweiten Vizepräsidenten Stefan Berger von der SP unterstützt. Rappa behauptet, Ritter habe ihm zugesichert, dass die Freisinnigen für Rolf Ingold von der BDP stimmen würden. Ritter weist diesen Vorwurf zurück: Eine Absprache habe es nie gegeben. Die BDP hat die Zusammenarbeit mit der FDP-Fraktion inzwischen beendet. «Gang und gäbe» Remo Leibundgut sagt, er habe von einer Absprache nichts gewusst. Gegen eine Vereinbarung hätte es aber nichts einzuwenden gegeben: «Solche Absprachen sind gang und gäbe. Damit wird sichergestellt, dass auch die kleinen Mitteparteien regelmässig eine Präsidentin oder einen Präsidenten des Parlaments stellen können.» «Schadet dem Ansehen» Den Krach, den Rappa nun mit seinem Angriff auf Ritter losgetreten hat, halte er für «unnötig», sagt Leibundgut. «Er schadet dem Ansehen des Stadtrates.» Abgesehen davon habe das Burgdorfer Parlamentspräsidium «nicht eine solch bedeutende Stellung, als dass ein Krach um dieses Amt wichtiger sein sollte als die Sachpolitik». Runder Tisch? Falls die BDP und die FDP den Fall nicht alleine regeln können und der Parlamentsbetrieb dadurch gestört würde, könnte sich gemäss Leibundgut der neue Ratspräsident einschalten. Und, zum Beispiel an einem runden Tisch, zwischen Rappa und Ritter zu schlichten versuchen. Johannes Hofstetter >

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