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Rösti- und Stadt-Land-Graben

Analyse Bei der Abstimmung über die Ausschaffungsinitiative haben sich ein Stadt-Land-Graben wie auch ein Röstigraben aufgetan. Die Westschweiz plus Basel-Stadt sagten – gegen den Gesamtschweizer Trend – mehrheitlich Nein. Auch wenn das Wallis die SVP-Initiative knapp angenommen hat, sagte die Westschweiz als Ganzes doch Nein. Der Abstand zum Rest der Schweiz betrug nach Berechnungen des Politologen Werner Seitz fast 10 Prozentpunkte. Röstigräben tun sich meist bei Abstimmungen zur Sozialpolitik, zur Aussen- und Ausländerpolitik, seltener auch zur Sicher-heits-, Umwelt- und Verkehrspolitik auf. Hier zeigen sich unterschiedliche politische Kulturen. Das Tessin stimmt in der Regel bei aussenpolitischen Fragen wie die Deutschschweiz, bei sozialen wie die Romandie. Bei den jüngsten Vorlagen votierte das Tessin gleich wie die Deutschschweiz ( 61 Prozent Ja zur Ausschaffungsinitiative). Klarer als der Röstigraben ist bei der Ausschaffungsinitiative der Stadt-Land-Graben, wie Seitz darlegte. Dieser tat sich in den letzten Jahren öfters auf, etwa 2009 bei der Minarettverbots-Initiative. Die Grossstädte lehnten klar ab – Zürich mit 65, Bern mit 70 und Basel mit 58 Prozent Nein. In der Deutschschweiz sagten auch kleinere Städte wie St.Gallen und Winterthur Nein. Im Tessin dagegen fand die Initiative auch in den drei Städten Zustimmung. Beim Gegenvorschlag herrschte offenbar «mittlere Unzufriedenheit» vor. Es liess sich schlechter für ihn mobilisieren, schätzt Seitz.sda>

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