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Rickenbacher will Fusionen rund um Bern, Biel und Thun

Wirtschaft Wenn der Kanton Bern ökonomisch erstarken wolle, brauche er Gemeindefusionen, fordert Regierungsrat Andreas Rickenbacher. Und zwar nicht in abgelegenen Dörfern, sondern um die Städte Bern, Biel und Thun.

Die neue Wachstumsstrategie für die bernische Wirtschaft, die Volkswirtschaftsdirektor Andreas Rickenbacher (SP) vorgestern vorlegte (diese Zeitung berichtete), bleibt vage, was konkrete Massnahmen angeht. Was soll ein unverbindliches Papier gegen die reale Zweitklassigkeit des Wirtschaftsraums Bern? Die Frage brachte Rickenbacher in Fahrt. Das «Zeitpunkt»-Interview am Sitz seiner Direktion wurde zum hitzigen Streitgespräch über Berns Blockaden und Fehleinschätzungen. Enerviert durch die laut ihm einseitig negative Medienberichterstattung über die Berner Wirtschaft, rang er sich zu ein paar bemerkenswert klaren Aussagen durch. So geisselt er die «Kleinparzellierung in 383 Gemeinden» als den «wohl gravierendsten Fehlanreiz, den Bern sich leistet». Er fordert Gemeindefusionen als Wirtschaftsförderung — vor allem in den Agglomerationen Bern, Biel und Thun. Gleichzeitig rechnet er vor, dass die Agglomeration Bern allein «ein Turbokanton mit tiefen Steuern und starker Wirtschaftsdynamik» wäre. Die Schweiz müsse dem Kanton Bern dankbar sein, dass er es in Kauf nehme, seine ländlichen Teile finanziell so stark zu unterstützen. Sonst müssten Steuerparadiese wie Zug oder Schwyz noch mehr an den Finanzausgleich zahlen als heute.jsz/svbSeite 25+26>

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