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René Prêtre schielt nach Lausanne

HerzchirurgieZürich verliert vielleicht seinen bekanntesten Kinderherzchirurgen ans Welschland. Bern beobachtet die Vorgänge genau.

Kinderherzchirurg René Prêtre erwägt einen Wechsel von Zürich nach Lausanne. Diese Meldung in der gestrigen Ausgabe des «Tages-Anzeigers» lässt aufhorchen, wie derzeit jede Nachricht aus dem Herzbereich schweizweit für Aufregung sorgt. Denn ein wichtiger Entscheid steht an, und die Anspannung ist gross: Die Herztransplantationen für Erwachsene sollen auf höchstens zwei Zentren konzentriert werden. Derzeit werden diese prestigeträchtigen Operationen in Zürich, Lausanne und Bern durchgeführt. Wie der «Tages-Anzeiger» berichtet, ist Prêtre in Zürich oft auch an Herztransplantationen von Erwachsenen beteiligt. Zudem soll bald auch die Konzentration der Spitzenmedizin für Kinder zum Thema werden. Könnte ein Wechsel des berühmten Herzchirurgen und Schweizer des Jahres 2009 René Prêtre den Standort Zürich im Wettbewerb um die Herztransplantationen schwächen und damit Bern stärken? Im Berner Inselspital habe man die Meldung mit Interesse gelesen, teilt Mediensprecher Markus Hächler auf Anfrage mit. «Für uns bedeutet sie aber keine Änderung: Herz- und Neuro-Disziplinen bleiben unsere Schwerpunkte. Den Platz in der Spitzenmedizin werden wir aus eige-ner Kraft behaupten», schreibt Hächler. Wie René Prêtre gegenüber dem «Tages-Anzeiger» sagte, ist punkto Stellenwechsel noch nichts entschieden. Der Kinderherzchirurg hat aber offenbar sein Team im Kinderspital informiert, dass er eine Anfrage aus dem Welschland, seiner Heimat, erhalten hat. Weil sich die Kantone Ende Mai 2010 nicht auf eines oder zwei Zentren für die Herztransplantation einigen konnten, haben sie den Entscheid auf spätestens Ende 2013 verschoben. Gegen diesen Beschluss hat das Inselspital Bern beim Bundesverwaltungsgericht eine Beschwerde eingereicht. Diese ist nach wie vor hängig. bw>

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