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Regionaler Nachwuchs und osteuropäische Tradition

wengenSchüler der Musikschule Oberland Ost und

«Wir machen gerne solche Ausflüge», betonte der Co-Leiter der 30-jährigen Musikschule Oberland Ost, Sandro Häsler, zum Auftritt seiner Bläsergruppe bei der Felix-Mendelssohn-Gedenkstätte. Jannine Trachsel, Simon Benkert, Simon Walker und Viktor Rüegsegger beherrschen unter der Leitung von Sandro Häsler ein ansprechendes Repertoire. Sie gaben unter anderem die liebliche «Ode an die Freude» aus der 9. Symphonie von Ludwig van Beethoven und die «Barcerolle» von Jacques Offenbach zum Besten. Die kleine Feier zum Gedenken an Felix Mendelssohn hatte am Mittwochnachmittag mit einem Spaziergang beim Bahnhof begonnen. Komiteemitglied Kurt Graf führte rund 30 Interessierte zur Gedenkstätte, die 2004 auf Anregung des Berliner Reisejournalisten Bernd Juds erstellt wurde. Kurt Graf rief das Jubiläum 200 Jahre Erstbesteigung der Jungfrau in Erinnerung und bezeichnete das Lauterbrunnental als das weltweit besterhaltene U-Tal. Zurück zu den Musikwurzeln «Unsere Musik, ein Welttheater in der Streichholzschachtel: Da sind Jubel und Trauer, Not und Überschwang, Sehnsucht und Erfüllung, Tragik und Komik. Das ganze bunte tragische Leben, von Rio bis Odessa, von New York bis Wengen, zusammengerafft in dem Mikrokosmos von Klarinette, Akkordeon und Bass», sagt die Klezmergruppe Pau Wau über sich. Das obligate Gratiskonzert im Rahmen der Mendelssohn- Musikwoche brachte mit der Klezmergruppe einen Leckerbissen, um den man den musikalischen Leiter Martin Maurer beneiden kann. Das vorzügliche Zusammenspiel der Pau Wau deutete auf ein verschworenes Trio und den gemeinsamen Willen, schlicht der reizvollen Volksmusik aus dem osteuropäischen Raum zu dienen. Fred Singer, Klarinette und Gesang (Bern), Viktor Pantiouchenko, Akkordeon (Ukraine), und Ivan Nestic, Kontrabass (Kroatien), spielten sich in die Herzen von über hundert vorwiegend älteren Zuhörern in der reformierten Kirche. Das Konzert stehe unter dem Motto «Zurück zu den Wurzeln der Musik», verkündete Fred Singer. Das meist im Trio vorgetragene Programm brachte rumänische Volkstänze, polnische Tanzmusik sowie bulgarische, ukrainische und kroatische Volksmusik – eine ständige Balance zwischen Fröhlichkeit und Trauer. «Das ist ein Aufsteller» Das Publikum geizte nicht mit Applaus. «Das ist ein Aufsteller», lobte ein Zuhörer die Klezmermusik. Das Mendelssohn-Komitee habe sich mit dem Engagieren der Pau Wau mutig und fortschrittlich entschieden. «Bei welcher Gelegenheit könnte ich die rassige Klezmergruppe engagieren?», fragte eine begeisterte Besucherin. Ferdinand Waespe>

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