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Lyss will hoch hinaus

Die Lysser durften sich zur Zentrumsplanung äussern. Fazit: Hochhäuser ja – aber wo?

Lyss wird städtisch. Foto: zvg
Lyss wird städtisch. Foto: zvg

Der Lysser Gemeinderat hat eine Vision: Der Ortskern soll städtischer und attraktiver werden. Bis 2035 wird sich das Gesicht der Kleinstadt markant verändern. Die Bevölkerung wird von heute 15'500 auf rund 17'500 Personen wachsen. Damit es genügend Wohnraum gibt und gleichzeitig die Forderung des Kantons, Kulturland zu schonen, eingehalten werden kann, sieht Lyss nur eine Lösung: in die Höhe wachsen. Im neuen städtebaulichen Richtplan stehen unter anderem die Details zum Bau von Hochhäusern. Die Mitwirkung zu diesem Planungsinstrument ist beendet. Fazit: Viele Lysser teilen die Vision des Gemeinderats.

Insgesamt gingen in den letzten zweieinhalb Monaten 112 Eingaben ein, 92 davon online. «Das ist ein erfreulicher Rücklauf», sagt Ruedi Frey, Abteilungsleiter Bau und Planung. Nicht nur die Menge, auch der Inhalt stimmt: Der Trend sei positiv, so Frey. «Die Lysser unterstützen die Idee der Verdichtung im Zentrum und den Weg, welchen wir mit dem Richtplan einschlagen wollen.»

Knackpunkt Viehmarktplatz

Aber: Auch wenn die Mehrheit mehr Urbanität und somit den Bau von Hochhäusern befürwortet, die dafür vorgesehenen Standorte werden teils hinterfragt. «Insbesondere die Planung am Viehmarktplatz wird zum Teil kritisch beäugt», sagt Ruedi Frey. Das erstaunt wenig, ist der Viehmarktplatz mit dem Sieberhuus, dem ehemaligen Werkhof und dem Schulhaus Herrengasse doch ein wichtiger Ort im Zentrum. Frey: «Er wird künftig nicht nur ein anderes Gesicht, sondern auch andere Aufgaben erhalten.» Nach neuer Planung ist dort der Bau eines maximal 40 Meter hohen Hochhauses möglich.

Der Richtplan soll die veraltete Zentrumsplanung aus den 1970er-Jahren ersetzen. Er sieht vor, dass total fünf Hochhäuser gebaut werden können. Dies beim Lyssbachpark, im Bahnhofgebiet, beim Seelandcenter und beim Viehmarktplatz. Bereits heute sind diese Plätze mit den Passanten, Läden und Restaurants das städtische Rückgrat des Lysser Dorflebens. Das höchste Gebäude soll eine Maximalhöhe von 50 Metern haben und beim Bahnhof zu stehen kommen. Die restlichen Gebäude sollen zwischen 40 und 45 Meter hoch werden, daneben sind an acht Standorten sogenannt höhere Häuser möglich (maximal 30 Meter).

Nun wird eine Arbeitsgruppe die Mitwirkungseingaben analysieren. Im Frühsommer soll die überarbeitete Variante des Richtplans zur Vorprüfung an den Kanton gelangen.

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