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Das Ersatz-Poschi hat die Feuertaufe bestanden

Bus statt Bahn auf dem Ast nach Laupen: Am ersten Morgen mit Pendlerverkehr hat das Umsteigen funktioniert.

Schnittig fährt der Gelenkbus um die umstrittene Verengung.
Schnittig fährt der Gelenkbus um die umstrittene Verengung.
Stephan Künzi

Wird der Busersatzbetrieb funktionieren? Nicht nur die Pendler aus Bösingen, Laupen und Neuengg haben den diesjährigen Fahrplanwechsel mit einer gewissen Spannung erwartet. Auch für die Anwohner an der Sensemattstrasse in Thörishaus ist seit Montag vieles anders.

Weil wegen Bauarbeiten vorübergehend keine Züge von und nach Laupen fahren, steigen die Leute nun am Bahnhof Thörishaus Dorf um. Das sorgt für noch mehr Betrieb auf der Durchgangsachse, die zur Morgen- und zur Abendspitze auch ohne diesen zusätzlichen Verkehr arg belastet ist.

Eng getaktet

Gross waren deshalb im Dorf die Bedenken, dass mit den Bahnersatzbussen die Situation auf der Sensemattstrasse noch kritischer wird. Zumal Köniz die Fahrbahn vor und nach dem Bahnhof auf eine Spur verengt hat, was die Autos verlangsamen soll und die Anwohner über noch mehr Stau klagen lässt – doch weit gefehlt. An diesem ersten Morgen läuft der Verkehr zum Bahnhof einigermassen rund.

Das gilt sogar dann, wenn kurz hintereinander gleich zwei Gelenkbusse und anschliessend noch ein normaler Standardbus beim Bahnhof vorfahren. Jede halbe Stunde passiert dies zu den Pendlerzeiten, doch die beiden langen Busse treffen schön gestaffelt nacheinander ein, sodass der erste bereits Platz gemacht hat, wenn der zweite ankommt. Derweil der dritte, kleinere zwar auf der Stelle folgt, aber an einem anderen Ort anhält.

Sogar die bei vielen im Dorf so unbeliebten Verengungen werden an diesem Morgen nicht zum Flaschenhals, hinter dem sich die Busse zurückstauen. Sie treffen immer just dann ein, wenn die Gegenfahrbahn frei ist. Schnittig fahren sie dann um das Hindernis herum, um die Lücke ja nützen zu können – ein längeres Warten liesse der eng getaktete Fahrplan mit dem schlanken Anschluss an den Zug ohnehin nicht zu.

Unter Beobachtung

Ob an diesem ersten Tag letztlich auch etwas Glück mit im Spiel war? Walter Stucki mag es nicht ganz ausschliessen. Der Ortsvereins-Vize beobachtet den Verkehr vom Strassenrand aus und stellt fest: «Heute sind weniger Autos unterwegs als sonst um diese Zeit.» Er werde die Situation auf der Sensemattstrasse auf alle Fälle im Auge behalten. Und an einem anderen Tag wiederkommen.

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