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Berner Platte: Neue Ehrendoktoren an der Uni Bern

An der Stiftungsfeier der Universität Bern im Casino wurden am Samstagabend Ehrendoktortitel vergeben. Gastreferent Thomas Zurbuchen appellierte für weniger falsche Berner Bescheidenheit.

Am Samstag verlieh die Universität Bern...
Am Samstag verlieh die Universität Bern...
Enrique Muñoz García
...acht Ehrendoktortitel.
...acht Ehrendoktortitel.
Enrique Muñoz García
...wurde am Dies Academicus im Casino nicht gespart.
...wurde am Dies Academicus im Casino nicht gespart.
Enrique Muñoz García
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Ein Saal voller Hochbegabter. An der Stiftungsfeier der Universität Bern im Casino wurden nicht nur Ehrendoktortitel vergeben, sondern auch zahlreiche Preise an junge Forscherinnen und Forscher - in Anerkennung ihrer hervorragenden wissenschaftlichen Leistungen, für ausserordentliche Masterarbeiten und Dissertationen.

Auch der Gastreferent war eine grosse Nummer: Thomas Zurbuchen aus Heiligenschwendi, der an der Universität Bern Physik studiert hat, lebt jetzt in den USA. Er ist Wissenschaftsdirektor der US-Weltraumbehörde Nasa. «Es ist mir eine grosse Ehre, hier zu sein, in der schönsten Stadt der Welt», sagte er. «Die Professoren, die an der Uni Bern lehren, sind oft führend in ihrem Fachgebiet.» Seine Professoren damals, Oeschger, Geiss, Leutwyler und Schanda seien weltbekannte Namen, weltweit an der Spitze.

«Das ist heute nicht anders. Stocker, Altwegg, Thomas und Benz muss man zu Vorträgen einladen, wenn eine Konferenz Weltklasse haben soll.» Er mahnte die Berner, «die falsche Bescheidenheit» zu überwinden.

Eine Ansprache hielt auch die Berner Regierungsrätin Christine Häsler (Grüne). Ihr Thema: Die Nachhaltigkeit. Seit die Plastiksäcke in den Verkaufsläden 5 Rappen kosten, sei die Anzahl von 417 Millionen auf unter 70 Millionen gesunken. «Das ist Nachhaltigkeit», meinte Häsler. Jeder einzelne könne einen Beitrag dazu leisten.

Die Uni Bern rühmte sie insofern, dass sich das Thema Nachhaltigkeit an der Hochschule als Schwerpunkt etabliert habe. «Mit ihrem Engagement hat sie weltweite Ausstrahlung.» Dies namentlich mit drei Forschungseinrichtungen, dem Zentrum für nachhaltige Entwicklung, dem Oeschger Zentrum für Klimaforschung sowie dem Institut für Pflanzenwissenschaften und Biodiversität.

«Nicht nur die Sorge ums Klima hat die Massen dieses Jahr bewegt», sagte Häsler. Die Frauendemo habe verdeutlicht, dass es noch viel brauche, um die Gleichstellung zu erreichen. «Dies gilt auch für die Universität, Frauen in Führungspositionen sind immer noch die Ausnahme.» Den Verantwortlichen sei diese Problematik aber bewusst. «Es wurde in jüngerer Zeit viel unternommen, um die Situation zu verbessern.»

Überdurchschnittlich viele Frauen würden zu Probevorträgen eingeladen und die Förderung von Nachwuchswissenschaftlerinnen sei zur Normalität geworden. «Der Frauenanteil bei den Assistenz-Professorinnen liegt heute bei 40 Prozent.»

Nicht zu 40, sondern zu 100 Prozent ausgelastet ist die Universität Bern punkto Infrastruktur. «Wir haben erstmals die Grenze von 18400 Studierenden überschritten», sagte Uni-Rektor Christian Leumann. «Wir stossen an unsere Grenzen. Wir sind nun auch noch im Kino Alhambra, der als Vorlesungssaal dient.»

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