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Auf den Spuren von Belps Geschichte

Der neu eröffnete Belper Weg führt zu vierzehn geschichtlichen und architektonischen Sehenswürdigkeiten, beschrieben auf Tafeln. Diese haben Schulkinder gestaltet.

Mit ihren Kameraden haben sie zwei Jahre lang für den Belper Weg recherchiert: Janina Bircher, Ella Baur, Alicia Pellandini, Mia Worreby, Luca Dumler (v.l.).
Mit ihren Kameraden haben sie zwei Jahre lang für den Belper Weg recherchiert: Janina Bircher, Ella Baur, Alicia Pellandini, Mia Worreby, Luca Dumler (v.l.).
Susanne Keller

Mit seinen bald 10'000 Einwohnern ist Belp zu einer Stadt geworden. Trotzdem blieb der dörfliche Charakter erhalten und mit ihm eine stattliche Zahl historischer Gebäude, die Belps Geschichte erzählen. Etwas Besonderes ist allein schon die Tatsache, dass im Dorf zwei Schlösser stehen: das Neue Schloss mit dem Namen Zeerlederstock und der ehemalige Regierungsstatthaltersitz, mitten im Dorf.

Wer mehr darüber wissen will, kann die Informationen auf den neuen Tafeln lesen, die bei den Gebäuden angebracht sind. Weitere zwölf Tafeln, alle mit QR-­Code versehen, hängen unter anderem bei den Kirchen, beim Flughafen und auf dem Chutzen.

Sieben Schulkinder der Begabtenförderung Volksschule Belp haben insgesamt vierzehn Sehenswürdigkeiten ausgesucht und beschrieben. Über zwei Jahre haben sie sich mit diesem Projekt beschäftigt. Am Samstag haben die jungen Schöpferinnen und Schöpfer den Belper Weg eröffnet und eingeweiht.

Mit grossem Interesse

Was auf den ersten Blick vielleicht alt und verstaubt wirken mag, hat die sieben Schülerinnen und Schüler der Begabtenförderung regelrecht in den Bann gezogen. Ermuntert von ihrer Lehrerin Brigitte Sigrist, recherchierten sie jede Woche mindestens einen halben Tag lang an ausgewählten geschichtlichen Themen, die sie jetzt der Öffentlichkeit präsentierten.

«Ich staunte, was die Kinder schon wissen und noch wissen wollen.»

Brigitte Sigrist, Lehrerin

Ella Baur zum Beispiel geriet vor allem über die grosse Anzahl Kinder ins Staunen, die früher die Schulhäuser bevölkerten. «Mich haben die vielen Belper Schulhäuser interessiert und wie es damals in den Schulen zuging», sagt sie. Ihre Kollegin Alicia Pellandini recherchierte dagegen vorwiegend Bauliches und staunt, dass unter einigen historischen Belper Gebäuden Ruinen noch älterer Bauten schlummern. Sie hat versucht, diese Geheimnisse zu ergründen.

Recherchiert haben die Jugendlichen mithilfe von Büchern und im Internet. Bei weitem am schwierigsten sei es gewesen, alte Bilder zu finden. Diese einfach aus dem Internet abzukupfern, ist nicht erlaubt. Deshalb habe man einen Aufruf erlassen an Menschen, die vielleicht zusätzliche Bilder und Informationen liefern könnten.

Langweilig sei die Projektarbeit nie gewesen, sind sich die sieben jungen Historiker einig. Ausser etwa dann, wenn die Texte immer wieder überarbeitet und aktualisiert werden mussten. Denn: «Da gab es ja nichts Neues mehr zu lernen», sagt Ella Baur.

Mit viel Ausdauer

Die Kinder hätten selbstständig und ausdauernd gearbeitet, lobt ihre Lehrerin. Ausschlaggebend dafür gewesen, sich an eine historische Thematik zu wagen, sei der Film «Was Belps alte Häuser erzählen» des Lokalhistorikers Hansruedi Hänni. «Der Film weckte Energie und Ideen. Das Projekt wurde spannend, und ich staunte, was die Kinder schon wissen und noch wissen wollen», sagt Brigitte Sigrist.

Sie war von den Resultaten der Recherchen oft überrascht. Etwas, das vielleicht auch den künftigen Spaziergängern und Velofahrern passiert, die den neuen Belper Weg besuchen. Um die vierzehn Infotafeln zu finden, kann im Internet eine Karte heruntergeladen werden. Die Posten können in beliebiger Reihenfolge besucht werden.

Karte und weitere Infos: belper-weg.jimdofree.com.

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