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Reaktor-Kühlung

Die japanische Regierung hat zusätzlich zur Atom-Krise einen Image-Schaden zu verkraften: Nachdem Regierungschef Naoto Kan als Krisenmanager bislang keine gute Figur abgab, verspielte sein Industrieminister Banri Kaieda nun offenbar zusätzlichen Kredit. Er soll Feuerwehrleuten Strafen angedroht haben, wenn sie nicht den lebensgefährlichen Einsatz zur Kühlung der havarierten Reaktoren des Atomkraftwerks Fukushima 1 leisten. Bisher hiess es immer, der Einsatz sei freiwillig. Die Kämpfer gegen die Kernschmelze wurden als Helden gefeiert. Tokios Gouverneur Shintaro Ishihara sagte japanischen Medien am Montag, ein nicht näher bezeichneter japanischer Minister habe den Einsatzleuten befohlen, «sofort an die Arbeit zu gehen, sonst würden sie bestraft». «Er wusste nicht einmal, wie die Lage vor Ort für die Arbeiter war und welche Kapazitäten sie hatten», sagte Ishihara. Er habe sich darüber bei Kan beschwert, der sich bei ihm für das Verhalten des Ministers entschuldigt habe. Auch wenn Kaieda die Strafandrohung nicht bestätigen wollte, entschuldigte er sich gestern. «Wenn meine Äusserungen die Feuerwehrleute verletzt haben (...), möchte ich mich entschuldigen», zitierte ihn die Nachrichtenagentur Kyodo. Anders als die Regierung und die blassen Manager des AKW-Betreibers Tepco, die aus sicherer Distanz Mutmassungen über die Lage in Fukushima anstellen, versuchen Techniker und Feuerwehrleute vor Ort, die Reaktoren zu kühlen und eine nukleare Katastrophe zu verhindern. Immer wieder müssen sie wegen der starken Strahlung ihre Arbeit unterbrechen. Japan erhöhte für die Fukushima-Helfer den Wert auf 250 Millisievert.sda>

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