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Raue Sitten in Sitten

FC ThunIn Sion wären die Thuner für einmal mit einem Remis zufrieden gewesen.

David Da Costa hadert nach dem 0:1 im Sittener Tourbillon-Stadion. Er gestikuliert in Richtung der Sion-Fans hinter seinem Tor, die ihn nach der Niederlage zu provozieren versuchen. Auf dem Weg in die Kabine knöpft sich Thuns Torhüter noch den einen oder anderen Spieler des gegnerischen Teams vor und sagt ihm die Meinung. «Ich schaue mir ja viele Fussballspiele an. Immer wird der Torhüter geschützt, wenn es im Fünfmeterraum zu einem Zweikampf kommt. Nur hier in Sitten scheint das nicht der Fall zu sein», sagt er, als er geduscht ist und wieder ganz ruhig Richtung Teambus schreitet. Ständig sei er von den Sion-Angreifern angegangen worden, habe er im Nachhinein noch einen Tritt an die Ferse erhalten, erzählt er von rauen Sitten in Sitten. Bis zur letzten Sekunde hat Da Costa alles versucht, damit die Thuner doch noch zum Ausgleichstreffer kommen. Einen hohen Ball nach dem anderen schlug er in den Sion-Strafraum. Den letzten Freistoss überliess er dem eingewechselten Markus Neumayr und rannte selber vor das Sion-Tor, um den Ball dort unter Umständen ins Tor zu lenken. Stattdessen musste er zusehen, wie der Mittelfeldspieler den Ball in die Füsse des Gegners spielte und beinahe das 0:2 gefallen wäre. «Wir haben es nicht geschafft, Chancen herauszuspielen. Und es ist schade, entschied der Schiedsrichter kurz vor Spielende nicht auf Penalty», sagt Da Costa. Glarner auf der Tribüne Nur von der Tribüne des Tourbillons aus verfolgte Stefan Glarner die Begegnung seines aktuellen mit seinem künftigen Klub. Nicht der Wechsel des Mittelfeldspielers im Sommer nach Sion war aber der Grund dafür, dass er nicht im Aufgebot stand, son-dern die Tatsache, dass Glarner das Training erst am Donners-tag wiederaufgenommen hatte, nachdem er zuvor einige Tage lang krank gewesen war. Captain Roland Bättig sagt nach dem 0:1, dass er für einmal nichts gegen ein Unentschieden gehabt hätte. Auch wenn es bereits Nummer 15 in dieser Spielzeit gewesen wäre. Er weiss aber: «Selbst wenn wir uns in der zweiten Halbzeit steigern konnten: Das war zu wenig, um gegen Sion zu einem Punktgewinn zu kommen.» Vor der Länderspielpause zu verlieren, sei ärgerlich, fügte der Mittelfeldspieler an. Die Chance zur Korrektur bietet sich den Thunern erst in zwei Wochen im Heimspiel gegen Zürich. Für Bättig dauert die Pause allerdings noch länger. Er handelte sich gestern die vierte Gelbe Karte ein und ist deshalb gegen Zürich gesperrt. «Dafür bin ich gegen Bellinzona wieder dabei. Dieses Spiel ist ja ebenfalls sehr wichtig.» Um die Pause bis zum nächsten Meisterschaftsspiel zu verkürzen, tritt Thun am Freitag in Reichenbach zu einem Test gegen den Challenge-League-Klub Aarau an. Danach gibt Trainer Murat Yakin den Spielern während drei Tagen frei.aww>

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