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Pures Schlittschuhvergnügen auf knapp sieben Kilometern Eis

MeinisbergWo gibt es das schon in der Schweiz? Auf dem alten Aarelauf nördlich des Nidau-Büren-Kanals locken knapp sieben Kilometer Natureisbahn zum Schlittschuhvergnügen. Und die Dorfvereine sorgen fürs leibliche Wohl.

Eisig bläst die Bise über das flache Land, lässt das Wetter noch frostiger erscheinen, als es ohnehin schon ist. Auch die milde Wintersonne vermag gegen die Temperaturen, die laut Thermometer bei zehn Grad unter null liegen, nicht viel auszurichten, und so soll es auch sein. Denn sonst wäre das winterliche Vergnügen, das die Leute zurzeit in Scharen ins Ufergebiet von Meinisberg im Seeland lockt, gar nicht möglich. Willkommen auf der zugefrorenen Alten Aare, die hier im Gebiet nördlich des heutigen Nidau-Büren-Kanals eine grosse Schleife beschreibt. Willkommen auf der längsten Eisbahn der Schweiz, die hier zur Rechten bis ans Naturschutzgebiet Häftli und zur Linken bis nach Büren führt. Willkommen zu alles in allem knapp sieben Kilometern freiem Eislauf mitten durch eine alte Kulturlandschaft. Die meisten steigen, natürlich, mit ihren Schlittschuhen aufs Eis, ziehen in flottem Tempo ihre Kurven, treffen sich vielleicht auch noch spontan zu einem Hockeymatch oder einem Curlingspiel. Andere, die wohl etwas weniger Sportlichen, kommen ganz einfach mit ihren Strassenschuhen her und spazieren gemütlich über die feste Oberfläche. Mal trippelt der Hund nebenher, mal kommt der Nachwuchs auf einem Schlitten hintennach – und mittendrin steht, ebenfalls auf der gefrorenen Alten Aare, eine Bar und bietet Erfrischungen an. Seit dem Wochenende und angesichts der herrschenden Kälte wohl noch einige Tage lang. Mehr als eintönig grün Geführt wird der Stand von drei Vereinen aus dem Dorf. Mitglieder aus dem Eishockeyclub, dem Turnverein und der Musikgesellschaft bieten Würste vom Grill, Punsch oder Kaffee an. Stehtische und lange Festbänke laden zu einer kurzen und hoffentlich auch wärmenden Pause ein, bevor der Spass weitergeht. Je weiter die Fahrt weg von diesem belebten Treffpunkt geht, umso schöner wird das Naturerlebnis. Dunkelgrün schimmert das Eis, das zu beiden Seiten von Weiden, Eichen und manchmal von einem vorgelagerten Schilfgürtel begrenzt wird – wobei dieses Grün eben doch alles andere als einfach eintönig ist. Kreuz und quer durchziehen mal grössere, mal kleinere Risse die Fläche, weisse Stellen zeugen von Luftblasen, die während des Einfrierens im Wasser eingeschlossen wurden. Im Panzer eingefroren sind weiter Algen und vereinzelt auch Fische, zuweilen geht der Blick durchs klare Eis hinab in wärmere Gefilde, wo sich Pflanzen im Wasser wiegen und ganze Fischschwärme vor dem Schatten der nahenden Wintersportler davonstieben. Schöne Oberfläche gebildet Kaum je sei das Eis auf der Alten Aare so glatt und so klar geworden wie dieses Jahr, sagen die Einheimischen, und das hänge wohl mit den idealen Wetterbedingungen zusammen. Weil in letzter Zeit weder Schnee noch Regen gefallen sei, habe sich eine schöne, regelmässige Oberfläche bilden können. Das letzte Mal länger als nur ein paar einzelne Tage zugefroren war der alte Flusslauf mit seinem mehr oder weniger nur noch stehenden Wasser im Winter 2002. Die Eisfläche mauserte sich damals zum Treffpunkt für das ganze Dorf. Plauschspiele des Eishockeyclubs fanden hier ebenso statt wie ein Platzkonzert der Musikgesellschaft. Stephan KünziDie Alte Aare ist bis auf weiteres offen, ebenso die Erfrischungsbar bei Meinisberg (werktags von 18.30 Uhr bis 22 Uhr). Hier wird die Eisfläche am Abend auch beleuchtet.;Eiszeit in der Region Bern Bildstrecke von gefrorenen Gewässern und Schlittschuhläufern auf Berner Gewässern gefroren.bernerzeitung.ch >

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