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Populäre Klassik unter freiem Himmel

«Aida», «Carmen» oder «Die Fledermaus». Mit einem populären Programm will das 19. Classic Openair seine Publikum auf die St. Ursen Bastion locken. Auch der Traditionsanlass leidet unter der Wirtschaftskrise.

Ralph Heiniger
An der 19. Ausgabe des Classic Openairs hält Dino Arici eine Neuerung bereit. Zum ersten Mal werden Balettänzerinnen und Ballettänzer auf der Bühne stehen.
An der 19. Ausgabe des Classic Openairs hält Dino Arici eine Neuerung bereit. Zum ersten Mal werden Balettänzerinnen und Ballettänzer auf der Bühne stehen.
Isabel Mäder

Man braucht wahrlich kein Fachmann für Opern zu sein, um sich unter den Titeln «Aida», «Carmen» oder «Die Fledermaus» etwas vorstellen zu können. Mit diesen und weiteren bekannten Stücken will das Classic Openair vom 30. Juni bis zum 11. Juli 2009 bereits zum 19. Mal sein Publikum anlocken. «Wir haben dieses Jahr wirklich ein aussergewöhnliches Programm», sagt Openair-Initiant Dino Arici stolz. Es seien aber nicht nur die Opern, die bei der 19. Ausgabe des Classic Openairs populär und bekannt seien, Arici freut sich besonders über die Qualität der Künstler, die in Solothurn auftreten werden. Michèle Crider (Aida ) oder Antonio Siragusa (la Fille du Régiment) sind nur zwei der grossen Namen, die engagiert werden konnten.Mit BalletttänzerinnenQualität ist das höchste Gebot des Organisators. So legt er zum Beispiel viel Wert darauf, dass bei seinem Festival immer noch ohne Mikrofon gesungen wird. «Die Resonanz ist ohne Mikrofon ganz anders. Es klingt einfach besser.»Zum ersten Mal werden in diesem Jahr auch Balletttänzerinnen und Balletttänzer auf der Bühne stehen. «Ich habe in Bulgarien die Oper Aida gesehen, bei welcher auch Ballett getanzt wurde», erzählt Arici. Die Vorstellung habe ihm so gut gefallen, dass nun auch bei den Opern in Solothurn jeweils drei Tänzerinnen und drei Tänzer der bulgarischen Staatsoper auftreten werden. «Eigentlich gehört das Ballett ja zur Oper», so Arici.Krise spürbarWie viele andere Festivals spürt auch das Classic Openair die Wirtschaftskrise. «Ja, es ist härter geworden», sagt Arici. Die Zahlen des Vorverkaufs liegen etwa fünf Prozent unter denen des letzten Jahres. «Wir werden wohl noch etwas Werbung machen müssen, um den Vorverkauf anzukurbeln.» Die Preise bleiben aber auf jeden Fall gleich, verspricht er denjenigen, die sich bereits ein Ticket gekauft haben. Immerhin: Die meisten grossen Sponsoren hielten dem Festival die Treue. Und im Hinblick auf die kommenden Jahre hat der Solothurner Gemeinderat den Beitrag der Stadt von bisher 20 000 auf 30 000 Franken aufgestockt. Zudem wurden weitere 20 000 Franken als Defizitgarantie bewilligt (wir berichteten). Für Dino Arici ist es die letzte Ausgabe des Festivals, die er als Organisator bestreiten wird. Im nächsten Jahr wird ein anderer die Geschicke des Openairs leiten, während Arici noch in beratender Funktion zur Seite stehen wird.Enge FreundschaftIn seiner Bilanz nach fast 20 Jahren Classic Openair überwiegen für Arici eindeutig die positiven Aspekte. Besonders den Umgang mit den Künstlern habe er sehr geschätzt. Bei manchen, wie zum Beispiel Antonio Siragusa, der schon mehrfach in Solothurn auf der Bühne stand, entwickelte sich eine enge persönliche Freundschaft.«Je besser sie singen, desto weniger Allüren haben sie», weiss er. Es gab im Verlauf der Jahre aber schon einige, die mit ihren Spezialwünschen für Kopfschütteln beim Organisator gesorgt haben. «Einer wollte unbedingt ein anderes Bett, ein andere bestand auf einer Klimaanlage und drohte sogar mit seiner Abreise.» Auch solche ‹Krisen› muss ein Organisator managen können. Diese Woche startet auf der St.Ursen-Bastion der Aufbau der Bühne und der Tribünen. Für die Organisatoren beginnt damit die intensivste Phase ihres Festivals. «Die Koordination mit den Hotels, die Organisation des Transportes und das Aufstellen des Probeplans geben immer sehr viel zu tun.» Eröffnet wird das Classic Openair am 30. Juni zum ersten Mal mit einem Chorkonzert der bulgarischen Staatsoper.

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