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Polanski bleibt in Haft

Das Bundesstrafgericht hat Polanskis Beschwerde abgewiesen und ihm die Haftentlassung wegen Fluchtgefahr verwehrt.

Der Starregisseur Roman Polanski bleibt in Auslieferungshaft. Laut dem Bundesstrafgericht besteht bei ihm hohe Fluchtgefahr und -motivation. Er habe sich bereits 1978 durch die Ausreise nach Europa einem US-Strafverfahren entzogen. Polanski habe zu verstehen gegeben, dass er sich auch der nun drohenden Auslieferung an die USA widersetzen wolle. Eine Einziehung seiner Reisedokumente würde nichts bringen, heisst es in der Begründung. Als polnisch-französischer Doppelbürger könne Polanski sich jederzeit Ersatz besorgen. Auch eine tägliche Meldepflicht bei der Polizei sei nicht geeignet, da er innert Stunden die Schweiz verlassen könnte. Kautionsangebot abgelehnt Die von Polanski angebotene Kaution in Form einer Beschlagnahme seines Grundstücks in Gstaad, verbunden mit einer Grundbuchsperre, ist laut Bundesstrafgericht nicht gesetzeskonform. Zulässig sei die Leistung einer Kaution nur durch Hinterlegung von Bargeld und Wertgegenständen, in Form einer Bürgschaft oder einer Bankgarantie. Es liege an Polanski, realisierbare Vorschläge für eine Kaution zu machen. Polanskis diverse Einwände gegen die Auslieferung selber hat das Bundesstrafgericht nicht geprüft. Diese seien erst im Auslieferungsverfahren definitiv zu klären. Wie der französische Anwalt Polanskis mitteilte, will er gegen den Entscheid Beschwerde ans Bundesgericht erheben. Kein Auslieferungsgesuch Der Regisseur hatte 1977 in den USA eine 13-Jährige vergewaltigt. Am 26. September 2009 wurde er in Zürich verhaftet. Seither sitzt er in Auslieferungshaft. Laut Bundesamt für Justiz ist bislang kein definitives Auslieferungsgesuch der USA eingetroffen. Die Frist beträgt maximal 60 Tage ab der Verhaftung. sda>

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