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Podestplatz zum Auftakt

MotorradTom Lüthi ist der Start in die Saison geglückt. Der Emmentaler belegte beim Nacht-Grand-Prix in Qatar den dritten Platz.

Seit seinem WM-Debüt 2002 ist Tom Lüthi noch nie mit einem Podestplatz in die neue Saison gestartet. In Qatar realisierte er als Dritter seinen insgesamt sechsten Podestplatz in der Moto2-Klasse – den ersten seit Anfang September 2010, als er in Misano (It) ebenfalls Dritter wurde. «Nach den guten Testresultaten ist dieser Saisonstart sicherlich ein gutes Omen für diese Saison», freute sich Lüthi. Um den Sieg konnte der Schweizer zwar nie mitreden: Stefan Bradl (De), der aus der Poleposition gestartet war, dominierte die Konkurrenz vom Start bis ins Ziel und gewann 4,330 Sekunden vor Andrea Iannone (It) und 5,137 Sekunden vor Lüthi. «Ich versuchte zwar nach dem Start, an Bradl dranzubleiben, aber ich hatte zu wenig Beschleunigung in den Kurven», bedauerte Lüthi, «da musste ich den Verstand walten und ihn davonziehen lassen.» Starkes Manöver Lüthi sicherte sich das Podest mit einem starken Manöver kurz vor Rennschluss. Der Berner hatte sich während mehrerer Runden einen harten Kampf mit Iannone und Yuki Takahashi geliefert, fiel zwischenzeitlich auf Rang 4 zurück und überholte dann Takahashi in der zweitletzten Runde. «Ich sah, dass Iannone vorne davonfuhr, und ich wusste, dass ich in dieser Kurve schneller war als Takahashi», beschrieb Lüthi das entscheidende Manöver. Obwohl Lüthi in der letzten Runde aufgrund seines stark abgebauten Hinterreifens am Limit fuhr, konnte er den Japaner, der in diesem Jahr die Moriwaki-Maschine von Weltmeister Toni Elias übernommen hat, und den herannahenden Alex de Angelis (San Marino) in Schach halten. Der Schweizer lag im gesamten Rennen in den vorderen Rängen; nach dem Start noch Zweiter hinter Bradl, fiel Lüthi nie weiter als auf Platz 4 zurück. Für einen weiteren Schweizer bedeutete Platz 13 ein Erfolgserlebnis. Dominique Aegerter, der nach einem schlimmen Sturz bei Testfahrten in der Saisonvorbereitung stark verunsichert wirkte und auch in den freien Trainings in Qatar nicht auf Touren kam, sicherte sich drei WM-Punkte. Der Oberaargauer klassierte sich damit zum neunten Mal in Folge in den WM-Punkterängen. Lehrgeld zahlte dagegen Randy Krummenacher. In seinem ersten Moto2-Rennen verlor der Zürcher Oberländer über 50 Sekunden auf Sieger Bradl, was lediglich zu Platz 27 reichte. Krummenacher selbst hatte eine Klassierung in den Top 15 angestrebt. Die Königsklasse wurde in Qatar von Casey Stoner dominiert. Der Australier gewann sein erstes MotoGP-Rennen nach seiner Rückkehr von Ducati zu Honda. Valentino Rossi musste sich auf Ducati mit Rang 7 begnügen. Stoner, der 2007 Weltmeister geworden war, setzte sich vor Weltmeister Jorge Lorenzo und seinem Honda-Markenkollegen Dani Pedrosa durch. Die beiden Spanier verloren fast dreieinhalb – beziehungsweise fünf Sekunden – auf Stoner. «Das ist ein perfekter Start für mich bei Honda», so Stoner. Dem 25-jährigen Australier liegt der Rundkurs mitten in der Wüste. Er holte sich nicht nur die Poleposition im Qualifying, sondern realisierte bei seinem sechsten Start in Qatar den fünften Sieg. Neben Stoner schafften es vier weitere Honda-Piloten in die Top 5. siResultate Seite 26>

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