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Podestplatz für Beat Feuz

Ski alpinIm Weltcupslalom von Kitzbühel konnten

Die Kombination – der Wettbewerb im Wettbewerb, den es in dieser Form nur noch in Kitzbühel gibt, wird von den Zuschauern kaum wahrgenommen. Derweil Slalomsieger Cristian Deville als erster Italiener seit dem grossen Alberto Tomba vor 17 Jahren am Ganslernhang den grossen Applaus einheimste, absolvierte Beat Feuz fast unbemerkt seinen Einsatz in der Kombination. Zwar verlor der derzeit erkältete Emmentaler auf Kostelic mehr als viereinhalb Sekunden, aber das reichte – wie schon in der Vorwoche in der Super-Kombination von Wengen – zu Platz 2. Damit mischt er im Kampf um den Gesamtweltcup weiter mit. Er selbst wiegelt zwar ab: «Gegen einen Kostelic in dieser Form wird es schwer.» 190 Punkte liegt Feuz als Dritter hinter dem neu führenden Kostelic, 60 Zähler beträgt die Differenz zu Marcel Hirscher, der in Kitzbühel ausschied. Mit Blick auf das noch ausstehende Programm darf der Berner aber durchaus Ambitionen hegen. Ausstehend sind noch sechs Abfahrten und fünf Super-G. Slaloms gibt es indes nur noch vier (neben 2 Super-Kombinationen). Auch Silvan Zurbriggen durfte sich erstmals in diesem Winter über ein Erfolgserlebnis freuen. Zum dritten Mal in Serie schaffte es der Walliser in Kitzbühel in der Kombination aufs Podest. In den Vorjahren war er hinter Kostelic jeweils Zweiter geworden. Theater um Marcel Hirscher Für teils heftige Diskussionen sorgte Marcel Hirscher. Die österreichische «Kronen-Zeitung» hatte aufgebracht, dass der Weltcup-Gesamtleader bei seinem Sieg Anfang Januar in Zagreb von allen unbemerkt – wie auch der damals zweitplatzierte Felix Neureuther – eingefädelt habe. Und als wäre dies noch nicht genug, ereignete sich in Kitzbühel bereits am ersten Tor des ersten Laufs eine praktisch identische Szene. Hirscher wurde zunächst als Dritter der Zwischenwertung disqualifiziert, doch beim österreichischen Fernsehen konnte sich FIS-Renndirektor Günter Hujara mit Standbildern davon überzeugen, dass alles korrekt gewesen war. Bei dieser Gelegenheit wurde natürlich auch der längst offizialisierte Zagreber Zwischenfall nochmals untersucht. Aber auch hier konnte Hujara keine Vergehen erkennen. Klar war der Fall erst im zweiten Lauf, als Hirscher – diesmal für alle sichtbar – ohne Zweifel einfädelte. Damit war die Geschichte aber nicht ausgestanden. Kostelic jedenfalls zeigte sich wenig erbaut über die Geschichte. «Es ist nur ein Rennen, aber die Schande währt ewig», gab er Giftpfeile ab. Kostelic, in Zagreb hinter Hirscher und Neureuther Dritter, sieht sich anscheinend um seinen heiss ersehnten Heimsieg betrogen. Auch Vedran Pavlek vom kroatischen Verband nahm Hirscher nicht ab, dass der Salzburger einen Einfädler nicht spüre: «Ich war selbst Rennfahrer. Ich denke, dass ein Athlet das spürt und danach nicht weiterfahren sollte.» Pavlek will demnächst die Bilder von Zagreb noch einmal genau studieren und danach über weitere Massnahmen nachdenken. Schweizer Slalom-Schlappe 24 Stunden nach Didier Cuches Triumph, der wegen starken Schneefalls auf einer um rund 45 Fahrsekunden verkürzten Strecke mit Start in der Einfahrt zur Alten Schneise zustande gekommen war, herrschte im Slalom, zumindest was die Spezialisten betrifft, Tristesse pur. Kein einziger Schweizer schaffte die Qualifikation für den zweiten Lauf, was es zuletzt vor 3 Jahren gegeben hatte. Silvan Zurbriggen und Abfahrer Beat Feuz, die beide als Kombinierer nochmals antreten durften, waren auf den Rängen 34 und 35 noch am nächsten dran. Der Hergiswiler Reto Schmidiger, der in Adelboden als Dreizehnter für die bisher beste Schweizer Saisonklassierung gesorgt hatte, fiel mit einem zeitraubenden Patzer ebenso aus der Entscheidung wie Markus Vogel. Der Beckenrieder rutschte nach einem Innenskifehler weg. Werner Eisenring, KitzbühelResultate Seite 24>

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