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Pieper will klare Mehrheit

FeintoolDer Übernahmekampf um den Lysser Automobilzulieferer Feintool ist voll entbrannt. Der Unternehmer Michael Pieper hat sich nun dazu geäussert.

Der Industrielle Michael Pieper will die Mehrheit an Feintool übernehmen. Gegenüber der «Finanz und Wirtschaft» äusserte er sich nun erstmals zu seinem Kaufangebot vom Montag. Er unterstreicht dabei, dass er die heutige Konstellation mit zwei Grossaktionären – Firmengründer Fritz Bösch und Pieper selbst – als zu wenig erfolgversprechend hält: «Meine Ziele sind grundsätzlich die gleichen wie die von der Gesellschaft publizierten. Ich bin aber der Meinung, dass es klare Mehrheitsverhältnisse im Aktionariat und im Verwaltungsrat braucht, um sie zu erreichen und das Management substanziell zu unterstützen.» In Bezug auf die Aussichten von Feintool ist er optimistisch: «Feintool bringt gute Voraussetzungen mit, um sich als spezialisierte Firma auf den weltweiten Märkten zu behaupten.» Er betont, dass er das Angebot freiwillig gemacht habe, denn er habe seinen Anteil nicht auf über 33 Prozent aufgestockt. Hält ein Investor nämlich einen Anteil von mehr als 33 Prozent, ist er gesetzlich verpflichtet, ein Übernahmeangebot zu machen. Und weiter bestätigt er, dass er sein Angebot nicht mit Fritz Bösch abgesprochen hatte. Und was geschieht, wenn der Verwaltungsrat sein Angebot ablehnt? «Ich bin von Rechts wegen verpflichtet, unabhängig von der Empfehlung des Verwaltungsrats das Angebot zu erfüllen.» Fritz Bösch, der 30 Prozent der Feintool-Aktien besitzt, hielt in einer Mitteilung von gestern Abend fest, dass er sich alle Optionen offen halte. Dem Vernehmen nach ist er über das Angebot von Pieper verärgert und will sein Paket nicht verkaufen. Offen ist, ob er Verbündete findet, um ein Gegenangebot zu machen.sny>

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