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Personal wehrt sich mit Petition

ÖffnungszeitenAnfang September haben Manor und Coop in Thun die Öffnungszeiten bis um 19 Uhr verlängert. Das passt einigen Mitarbeitern gar nicht – zumindest laut der Unia. Die Gewerkschaft und die Betroffenen lancieren nun eine Petition.

Die beiden Grossverteiler Manor und Coop verlängern in Thun die Ladenöffnungszeiten am Abend um eine halbe Stunde von 18.30 auf 19 Uhr. «Für die betroffenen Mitarbeitenden ist das ein gravierender Einschnitt ins Sozialleben», schreibt die Gewerkschaft Unia Berner Oberland in einer gestern verschickten Medienmitteilung. Angestellte mit Familie müssten für ihre Kinder nun eine Betreuung «bis nach 19 Uhr» organisieren. Andere würden aus dem Turnverein oder dem Jodelclub austreten, weil sie nicht mehr rechtzeitig zum Training erscheinen könnten. Aussage gegen Aussage Laut der Unia-Mitteilung haben Manor-Mitarbeitende bereits im August einen Protestbrief geschrieben, wobei Manor eine Antwort darauf verweigert habe. Das sei falsch, sagt Manor: «Wir haben weder einen Protestbrief noch negative Feedbacks seitens des Verkaufspersonals zu den verlängerten Öffnungszeiten erhalten», sagte Mediensprecherin Elle Steinbrecher. Manor habe lediglich einen Brief der Unia erhalten. Von einer Antwort habe man abgesehen, «da die Unia uns nicht im Namen unseres Personals angeschrieben hat und unsere Öffnungszeiten gesetzeskonform sind». Coop hat laut eigenen Angaben ein Gespräch mit der Unia geführt. «Wir hatten ein explizites Kundenbedürfnis, am Abend eine halbe Stunde länger offen zu haben», begründete Coop-Mediensprecher Urs Meier die Veränderung. Sie betreffe nur die Filiale beim Thuner Freienhof, nicht aber jene beim Kyburg. Die Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigt Coop, «indem wir morgens erst um 9 statt 8.30 Uhr öffnen», sagte Meier. Dies erwähnte die Unia in ihrem Communiqué nicht. Coop weiss nichts von Petition Die unzufriedenen Mitarbeiter lancieren laut Unia jetzt eine Petition. Darin fordern sie «eine Rücknahme der Verlängerung der Öffnungszeiten». Die Unterschriften würden ab sofort im ganzen Bälliz gesammelt, sagte Judith Venetz von der Unia Berner Oberland. Die Petition werde dem Thuner Gewerbeverband und – je nach Wunsch des Personals – auch dem Thuner Gemeinderat zur Kenntnis gebracht. Coop hat indes nicht einmal Kenntnis von einer Petition seiner Mitarbeiter, wie Mediensprecher Urs Meier gestern sagte.Dino Dal Farra>

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