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Paul Röthlisberger streitet mit der SVP

Weil die SVP ihn nicht als Gemeindepräsidenten nominierte, will der Gemeindeschreiber nun auch nicht in den Grossen Rat.

In der Ortspartei der SVP Bätterkinden-Kräiligen hängt der Haussegen schief. Im Juli sah in der Partei noch alles sommerlich sonnig aus. Paul Röthlisberger wurde von der Partei einstimmig als Grossratskandidat nominiert. Der Gemeindeschreiber von Bätterkinden wollte nach seiner frühzeitigen Pensionierung auf Ende Jahr politisch aktiv werden und liess das die Ortspartei auch wissen. Nebst dem Grossratsmandat nahm er zusätzlich eine Nachfolge beim Gemeinderatspräsidium ins Visier. «Politische Heimat verloren» Die Rechnung hatte er jedoch ohne seine Partei gemacht. Als Gemeinderatspräsidentin Rosmarie Habegger vor einigen Wochen überraschend ihren Rücktritt ankündigte, liess die SVP Röthlisberger auf verlorenem Posten stehen. Die Nichtnomination fiel mit 27 zu 5 Stimmen deutlich aus, die Parteikollegen gaben einem amtierenden Gemeinderat den Vorzug (wir berichteten). In der Ortspartei zogen herbstliche Gewitterwolken auf. «Das Resultat war unerwartet und traf mich hart», sagt Röthlisberger dazu. Das Vorgehen sei ohne vorherige Rücksprache und ohne offene und ehrliche Kommunikation erfolgt, wirft er der Partei vor. «Ich habe damit nach langjährigem Engagement meine politische Heimat verloren.» Am Donnerstag kam es zu einer Aussprache zwischen dem Vorstand und Röthlisberger. Gestern folgte dann eine Medienmitteilung von Röthlisberger. Dieser zieht nach der Nichtnomination fürs Gemeindeamt seine Kandidatur als Grossrat zurück. «Mein Vertrauen zur Partei ist verloren gegangen, und das sind schlechte Voraussetzungen für eine Grossratskandidatur», sagt Röthlisberger auf Anfrage. Einen Parteiaustritt erwäge er als langjähriges Mitglied indes nicht. Zumindest nicht im Moment: «Zuerst werde ich nun auf Ende Jahr in Pension gehen und dann Zeit haben für weitere Überlegungen. In irgendeiner Form werde ich sicher aktiv am Gemeindeleben teilnehmen.» Rückzug wird bedauert Gespräche für eine andere Grossratskandidatur sind laut SVP-Präsidentin Barbara Thürkauf nicht im Gang. Weil eine Nominierung noch bis Mitte Januar erfolgen könne, lasse sich die Partei jetzt Zeit, die Lage zu beurteilen. Sie bedaure den Rückzug. Denn der Vorstand sei hinter ihrem Kandidaten gestanden. Ursula Grütter >

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