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Orkanböen, Regen und Schnee

WetterOrkanböen auf den Bergstationen, Regen, Schneefall. Das Wetter macht, was es will. Bergbahnen waren vielerorts beeinträchtigt, auch Strassen waren gesperrt.

Rot war gestern die vorherrschende Farbe in den Wintersportbulletins der Bergbahnen im Berner Oberland: Das Wetter verdammte vielerorts die Bahnen zum Stillstand. Im Pistenbericht der Bergbahnen MeiringenHasliberg hiess es beispielsweise: «Infolge starken Windes bleiben alle Anlagen oberhalb Hasliberg-Reuti und Hasliberg-Wasserwendi heute eingestellt.» Planmässig fuhr hingegen die Luftseilbahn Meiringen–Reuti. Zeitweise eingestellt waren verschiedene Lifte in der Jungfrauregion, aber auch die Eisenbahn aufs Jungfraujoch konnte wegen Schneeverwehungen nicht fahren, wie die Jungfraubahnen gestern mitteilten. 140 Stundenkilometer Wind Stürmisch war der Wind: Auf der Videmanette wurden gestern Windgeschwindigkeiten von 140 Stundenkilometern gemessen, wie Armon Cantieni, Direktor Bergbahnen Destination Gstaad, erklärte: «Wir konnten am Horneggli fahren, in höheren Lagen war der Wind zu stark, da mussten wir bereits am Morgen den Betrieb einstellen.» Wochenenden mit schlechtem Wetter würden sich in der Rechnung niederschlagen, «gerade jetzt im Januarloch, wo wir stark mit dem Tagesgast rechnen». Dabei hatte die Saison zwar spät, aber erfolgreich begonnen: «Am 28. und 29.Dezember hatten wir täglich 22000 Gäste im Skigebiet.» Die erste Januarwoche sei auch wegen Wetterkapriolen schlecht gewesen, die zweite hingegen – mit viel Sonne – erfolgreich. Das Geschäft sei bekanntlich von den Wetter und Schneeverhältnissen abhängig. Und: «Schlechtes Wetter schadet uns mehr als ein starker Franken.» Seit Donnerstag befindet sich die Schweiz gemäss den Wetterdiensten Meteonews und SF Meteo in einer Westströmung mit Orkanböen in den Bergen. Neuschnee gab es gestern nur oberhalb von rund 1100 Metern. Im Laufe des Nachmittags schaufelte eine Kaltfront kältere Luft ins Oberland und liess die Schneefallgrenze stellenweise bis auf 500 Meter sinken. Heute gibt es wieder mildere Luft, die Schneefallgrenze steigt auf rund 1500 Meter an, stellenweise wird am Wochenende mit mehr als einem Meter Neuschnee gerechnet. Verkehrsbehinderungen gab es auch: So vermeldete das Tiefbauamt des Kantons Bern gestern, dass die Sustenstrasse zwischen Fuhren und Obermad gesperrt sei, ab 17 Uhr wurde auch die Grimselstrasse zwischen Urweid und Guttannen gesperrt. Erhebliche Lawinengefahr Gemäss dem Schnee- und Lawinenforschungsinstitut in Davos besteht in weiten Teilen der nördlichen Alpen erhebliche Lawinengefahr. Auch im Berner Oberland ist aufgrund der starken Niederschläge und des stürmischen Windes mit Schneeverfrachtungen zu rechnen. Fritz Lehmann>

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