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Zweiter Platz für René Schudel

TV-Koch René Schudel erhielt den Tourismuspreis «Milestone» für seine Arbeit mit Lehrlingen

René Schudel und die Erstplatzierte Monika Heeb.
René Schudel und die Erstplatzierte Monika Heeb.
PD

René Schudel hat den 2. Preis beim wichtigsten Schweizer Tourismuspreis gewonnen: Unter dem Projektnamen «Raus aus der Komfortzone» durfte er eine der drei Milestone-Auszeichnungen als Botschafter für «seine Lehrlinge» entgegennehmen, heisst es in einer Mitteilung. Bereits zum dritten Mal haben 30 Lernende unter seiner Leitung die Rockstars und VIPs des Greenfield Festival in Interlaken verköstigt.

«Damit haben wir nie gerechnet, wir fanden unser Projekt zwar gut, aber zu wenig innovativ für so einen Preis», sagte René Schudel gestern. Viele Leute hätten ihre Anerkennung für die Arbeit mit den Jugendlichen bei der Preisverleihung am Dienstagabend im Kursaal Bern kundgetan: «Kurz nach der Verleihung kam Reto Gurtner zu uns und sagte, so etwas Tolles müsste man auch in Graubünden machen».

Der CEO der Weisse-Arena-Gruppe erhielt am selben Abend den Preis «Lebenswerk». Schudel, der in Unterseen das Restaurant Benacus betreibt, Mitpächter des Stadthauses ist und seine Künste auch am TV zum Besten gibt, erzählt, das unter seiner Leitung und mithilfe von 10 Coachs die Rockstars und VIPs des Festivals durch die jungen Leute verköstigt würden. «Das Endprodukt und die Qualität der Speisen sind genial.» Das Konzept und die servierten Speisen hab sich mittlerweile herumgesprochen und zähle für viele Künstler zu den kulinarischen Highlights auf deren Sommer-Festival-Tour.

Zum Ursprung des Kochens

«Gleichzeitig lernen die jungen Leute auch, dass es nicht immer eine Hightech-Küche braucht, um Gerichte herzustellen.» Man lerne improvisieren und auf kleinem Raum zusammenzuarbeiten. Ein traumhaftes Clubsandwich zu machen, sei eine Herausforderung und werde von den Stars jeweils mit viel Lob bedacht. Aber auch Pasta, Flammlachs, Schweinebauch oder gemixte Smoothies gehören zum Angebot. Alles wird vor Ort frisch produziert und angeboten. «Wir gehen eigentlich zu den Wurzeln des Kochens zurück, das Zubereiten von Speisen über dem offenen Feuer spielt dabei die Hauptrolle.»

Auch eine Charcuterie existiert, die Lernenden stellen am Greenfield Bratwürste, Fleischkäse und Hamburger selbst her. «Das sind Arbeiten, welche die jungen Nachwuchsköche nicht im Ausbildungsbetrieb lernen, die aber essenziell für das Kochhandwerk sind.» Künftig beabsichtigte man neben der Küche und dem Service weitere Bereiche aus der Gastronomie, wie die Reinigung und Rezeption, einzubinden.

«Wenn die Jugendlichen bei so einem Projekt mitmachen können, ist das ein unvergessliches Erlebnis und ein wertvoller Meilenstein in ihrer Ausbildung.» Es gebe kein vergleichbares Projekt, das dem Nachwuchs in dieser Vielfalt und Intensität aufzeige, wie mit kleinem Materialaufwand ein maximaler Effekt erzielt werden könne. Die Milestone-Auszeichnung mache ihn Stolz auf die Lernenden. Und er hoffe, das sich dieser Preis positiv auf das Image von Gastroberufen auswirke.

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