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Zweimal deutlich Ja gesagt

Bei einer Stimmbeteiligung von 44,17 Prozent sagte Wilderswil deutlich Ja zum Direkt­anschluss der Gewerbezone und zur Überbauungsord­nung Belmont, die eine Umnutzung des ehemaligen ­Hotels ­ermöglicht.

Künftig soll das Gewerbegebiet am Flugplatz Interlaken direkt von der Autobahn erschlossen sein.
Künftig soll das Gewerbegebiet am Flugplatz Interlaken direkt von der Autobahn erschlossen sein.
Bruno Petroni

Mit 77,2 Prozent (613 Ja zu 181 Nein) sagten die Wilderswiler Stimmbürger an der Urnenabstimmung von Sonntag Ja zum Direktanschluss der Gewerbezone auf dem ehemaligen Militärflugplatz an die Autobahn samt Kredit von 2,6 Millionen Franken.

Jetzt ist Matten am Zug

«Ich bin sehr erleichtert, dass die Zustimmung so deutlich ist», sagte Gemeindepräsidentin Mari­anna Lehmann auf Anfrage. Genehmigt auch die Gemeindeversammlung Matten am 1. Juni ihre 2,6 Millionen für die Erschliessung der gemeinsamen Gewerbezone, kann mit der Umsetzung des Projektes begonnen werden.

Der Zeitplan sieht vor, dass im Sommer die Ingenieurleistungen ausgeschrieben werden und die Ausführungsplanung im Herbst beginnt. Der Baubeginn wäre dann für Ende 2018 / Anfang 2019 vorgesehen, und 2020 sollte das Projekt fertig werden. Dann würde auch die direkte Verbindung zwischen Bönigen, Matten und Wilderswil wieder sichergestellt werden können.

Schon sicher sind den Gemeinden die Beiträge von Bund und Kanton, die den Löwenanteil der 13,855 Millionen Franken für den Direktanschluss bezahlen, der wegen seiner Bedeutung für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ins Agglo-Programm aufgenommen wurde.

Neben den guten Bedingungen fürs Gewerbe und damit für gute Arbeits- und Ausbildungsplätze in der Region betont Gemeindepräsidentin Lehmann auch die Vorteile, die der Direktanschluss für die Verkehrssicherheit brächte – angefangen bei der Entlastung der Wilderswiler Schulwege bis hin zum Kreisel, mit dem die Autobahnauf- und -abfahrt übersichtlicher würde.

Und schliesslich ist der Direktanschluss auch ein Schritt hin zur Dorfumfahrung, die er mit einem Ast bedienen würde. Über den Kredit für dieses Projekt entscheidet der Grosse Rat im Frühling 2018.

Willkommene Umnutzung

Noch deutlicher als der Direktanschluss wurde die Überbauungsordnung Belmont angenommen. 674 Stimmberechtigte (85 Prozent) sprachen sich da­für aus, dass das alte Jugendstilhotel von der Genossenschaft ­Lebensraum Belmont erweitert und für Wohnen und stilles Gewerbe umgenutzt werden kann. Damit bleibt ein Gebäude erhalten, welches das Ortsbild seit über hundert Jahren prägt.

Und weil sich die Genossenschaft einem nachhaltigen Lebensstil verpflichtet hat, soll sich der Verkehr in den schmalen Gassen des Quartiers auch künftig in engen Grenzen halten – ein Punkt, der im Vorfeld der Abstimmung besonders die Nachbarschaft interessiert hatte.

«Dass beide Projekte so deutlich angenommen wurden, zeigt eine Stärke Wilderswils», sagt Gemeindepräsidentin Marianna Lehmann. «Wir haben ganz unterschiedliche Projekte, und alle zusammen machen die lebendige Gemeinde aus.»

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