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Zwei Stunden Heiterkeit

Swiss Olympic hat geklagt: Die Spiele auf dem Bauernhof in Reichenbach dürfen nicht mehr Olympiade ­genannt werden. Trotzdem hatte Alt und Jung viel Spass.

«Wär preicht?» Jana und Zoé versenken Bälle in der Milchkanne.
«Wär preicht?» Jana und Zoé versenken Bälle in der Milchkanne.
Rösi Reichen

Für die 14. Spiele auf dem Bauernhof in der Hofe in Reichenbach nahe bei ihrem Wohnhaus hat Familie Hari ein neues, geräumiges Zelt erstanden, wo sie die Festwirtschaft betreibt. Noch bei den 11. Spielen benutzten Haris den Begriff «Olympiade auf dem Bauernhof». Jetzt dürfen sie das nicht mehr tun. Jetzt sind es einfach Spiele auf dem Bauernhof.

Swiss Olympic hat mit zwei Juristen das verbriefte Recht geltend gemacht. «Wir haben nachgegeben, obschon unser Anlass verschwindend klein ist», sagt Landwirt Niklaus Hari schmunzelnd. «Wir sind mit der heuer 14. Austragung der Spiele auf dem Bauernhof der Organisation Swiss Olympic eigentlich weit voraus und dürfen den Namen Olympiade trotzdem nicht verwenden», amüsiert sich auch Gattin Erika Hänni. Ihre Spiele sind nicht vergleichbar mit Olympischen Spielen, wie die internationalen Wettbewerbe richtig heissen.

Hofarbeiten

Auf dem Hof heissen die Plauschdisziplinen: Blacken stechen (Unkraut mit langen Wurzeln ausgraben), Schnüre aufhängen (an Heinzen mit einem Rechen), Treffsicherheit beweisen (Bälle in Milchkannen werfen), Käse transportieren (mit einem «Cheesräf», ohne dass Käse runterfällt), Bschüttibockrennen (möglichst viel Wasser über Hindernisparcours ins Ziel bringen), Strohballen rollen (Strecke hin und zurück mit Zeitmessung), Steinstossen (Gewicht der Steine je nach Alter) und mit dem Traktor oder dem Aebi-Transporter fahren.

Die Posten kommen nicht nur beim jährlich einmal stattfindenden Anlass gut an. Auch Firmen schreiben sich für Teambildungsanlässe ein, kürzlich sogar eine Gruppe mit über 100 Teilnehmern, die auch verpflegt werden. Die Sechsergruppen organisieren sich jeweils perfekt und offenbaren damit ihren Charakter. Es gibt die Anführer, Drückeberger, Vorsichtigen, Draufgänger und die Unbeteiligten. Niklaus und Erika Hänni haben immer wieder neue Ideen. Sie bieten Hofführungen an und vermarkten ihre Bioprodukte selber.

«Wir tüfteln schon seit 1986 an effizienten und günstigen Biogasanlagen und bauten 2014 auf unserem Hof eine Pilotanlage mit ganz einem neuen System», erzählt Hari. Das funktioniert so gut, dass sie bei anderen Landwirten weitere vier Anlagen bauten, die fünfte ist im Bau.

www.quh.ch

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