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Zusammen arbeiten und profitieren

Die Jungfrau Region Tourismus AG (JRT) konnte dem Negativtrend bei den Logiernächten 2016 entgegenwirken. Dies dank den schlanken Strukturen innerhalb der JRT und den genutzten Synergien mit Partnern.

Nathalie Günter
Verwaltungsratspräsident Peter Egger und der bereits abgetretene Geschäftsführer Philippe Sproll führten durch die Generalversammlung der Jungfrau Region Tourismus AG (JRT).
Verwaltungsratspräsident Peter Egger und der bereits abgetretene Geschäftsführer Philippe Sproll führten durch die Generalversammlung der Jungfrau Region Tourismus AG (JRT).
Nathalie Günter
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«Der Tourismus wächst auf der ganzen Welt um 4,6 Prozent, in der Schweiz um deren 2,6 Prozent», sagte Verwaltungsratspräsident Peter Egger eingangs der Generalversammlung der Jungfrau Region Tourismus AG (JRT) im Kirchgemeindehaus Meiringen. Das Problem sei, dass sich die Logiernächte von den Bergen (–10 Prozent) in die Städte (+20 Prozent) verlagern würden. «Umso wichtiger ist es, dass wir alle zusammenarbeiten – auch mit den Partnern Interlaken Tourismus, den Bahnen oder BE! Tourismus», so Egger.

Nur indem man die Synergien nutzen würde, könnte dem Rückgang der Logiernächtezahlen entgegengehalten werden. Jungfrau Region Tourismus – mit den Marken Grindelwald, Wengen, Mürren, Lauterbrunnen und Haslital – konnte die Übernachtungen 2016 fast auf Vorjahresniveau halten: Sie sanken um 1,4 Prozent auf 2,366 Millionen. Auffallend die Entwicklung bei der Herkunft der Gäste über die letzten fünf Jahre: Die Schweizer Touristen blieben stabil (+2,6 Prozent), die europäischen Gäste nahmen drastisch ab (–15 Prozent) während die Besucher aus Übersee markant zulegten (39,7 Prozent).Die Rechnung der JRT schloss bei einem Ertrag von 4,52 Millionen Franken mit einem Jahresgewinn von 901.60 Franken ab.

Bei Administration gespart

Wie Egger betonte auch der bereits abgetretene Geschäftsführer Philippe Sproll, wie wichtig es sei, dass die JRT mit dem Mehrmarkensystem aber einer zentralen Organisation massiv an Kosten einspare. «Bei Haslital Tourismus konnten wir zum Beispiel seit 2014 in der Administration die Kosten um 256 000 Franken senken», sagte Sproll. In der gesamten JRT sank der Administrationsaufwand von 2,04 Millionen auf 1,5 Millionen Franken.

«Ziel ist es, diese Kosten bis 2019 auf 700 000 Franken zu senken», so Sproll. Auch ausserhalb der Organisation zog sich das Thema Synergien durch seinen Rückblick: «Die gemeinsame Reservationszentrale mit Interlaken Tourismus hat sich bewährt.» Und beim neuen Webshop konnte die JRT das System der Jungfraubahnen gratis übernehmen.

Peter Egger verabschiedete Philippe Sproll, der bereits zu Swiss-Ski gewechselt hat. Ab Oktober wird Marc Ungerer das Ruder übernehmen, bis dahin führt Egger die Geschäfte ad interim. Egger lobte Sprolls «pragmatische, auf die Sache fokussierte Art bei der Zusammenführung der fünf Destinationen über die letzten Jahre».

Wechsel im Verwaltungsrat

Vor einer Woche trat Dominic Freitag als Präsident von Haslital Tourismus zurück. Er scheidet somit auch aus dem Verwaltungsrat der JRT aus. Für ihn rückt Marianne Schüpbach nach. Den Platz für ein externes Mitglied besetzt neu Urs Schüpbach aus Bern.

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