Zum Jubiläum gibt es zwei Sonderbriefmarken

Bahnnostalgie im Berner Oberland: Die Wengernalpbahn und die Schynige-Platte-Bahn feiern 2018 ihr 125-Jahr-Jubiläum. Hierzu hat die Schweizerische Post zwei Briefmarken lanciert.

Bernhard Kallen (links), Leiter Produktmanagement Post CH AG Briefmarken und Philatelie, und Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, zeigen die Sonderbriefmarken.<p class='credit'>(Bild: Monika Hartig)</p>

Bernhard Kallen (links), Leiter Produktmanagement Post CH AG Briefmarken und Philatelie, und Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, zeigen die Sonderbriefmarken.

(Bild: Monika Hartig)

«Freude herrscht!», sagte Urs Kessler, CEO der Jungfraubahnen, an der feierlichen Enthüllung der zwei neuen Jubiläumsmarken der Schweizerischen Post. Am Donnerstag feierte ein kleiner Kreis den Anlass auf der Kleinen Scheidegg. Insgesamt 250 Jahre Bahngeschichte haben die Wengernalpbahn und die Schynige-Platte-Bahn gemeinsam auf dem Buckel, denn beide nahmen 1893 den Betrieb auf. So ist etwa die Wengernalpbahn die weltweit längste reine Zahnradbahn, während die Schynige-Platte-Bahn mit Originalrollmaterial aus der Gründerzeit für pure Bahnnostalgie steht. Die schmucken Briefmarken mit je einer Bahn hat die ­Illustratorin Fabienne Bertschinger ­gestaltet.

Enge Beziehung zur Post

Urs Kessler: «Schon seit Eröffnung der Jungfraubahnen 1912 hatten wir stets eine enge Beziehung zur Post. Bereits 1912 gab es eine Poststelle auf dem Jungfraujoch auf 3500 Metern Höhe, diese hatte sogar einen eigenen Werbestempel.» Jegliche Überprüfungen von Poststellen hat die Poststelle auf dem Joch bisher überlebt: «Wir konnten immer weitermachen. Nur die Briefkästen mussten wir 2010 ändern», so Kessler.

Zum 100-Jahr-Jubiläum der Jungfraubahnen 2012 gab die Post bereits eine Briefmarke heraus. Dazu Urs Kessler: «Diese kam sehr gut an bei den Gästen und bleibt weiterhin wichtig. Der Verkauf hat sich bei etwa 100 000 Stück pro Jahr eingependelt.» Er freue sich, dass auch in Zeiten der Digitalisierung die Nachfrage nach Briefmarken immer noch so hoch sei, erklärte der CEO. Kessler: «Im Eröffnungsjahr 1893 kostete eine Briefmarke 10 Rappen, heute 1 Franken. Ein Billett für die Schynige-Platte-Bahn kostete damals 10, heute 64 Franken. Unsere Preise können mit denen der Post leider nicht mithalten.»

«Marken sind Kunst und Kultur»

Urs Schwaller, Verwaltungsratspräsident der Post, war wegen des vielen Neuschnees verhindert. Gemeinsam mit Urs Kessler enthüllte dafür Bernhard Kallen, Leiter Produktmanagement Post CH AG für Briefmarken und Philatelie in Bern, die neuen Jubiläumsbriefmarken. Kallen zur Gestaltung: «Illustratorin Fabienne Ber­tschinger hat ganz grosse Gefühle eingefangen mit den Bahnen und dem Alpenpanorama.» Und weiter: «Marken tragen Botschaften von Tür zu Tür und weit über Landesgrenzen hinaus.» Zudem seien sie Kunst und Kultur auf kleinstem Raum, die die Schweizer Geschichte symbolisierten. Bernhard Kallen: «Briefmarken sind nicht nur modern, sondern auch identitätsstiftend und traditionsbewusst.»

Berner Zeitung

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