Zivis im Einsatz auf der Alp

Reichenbach

Zivildienstleistende setzten sich in den vergangenen Tagen auf Alp Gamchi für die Erhaltung und die Aufwertung der Kulturlandschaft in der Welterbe­region ein.

Zivildienstleistende im Einsatz auf der Alp Gamchi.

(Bild: zvg)

Über die steilste Postautostrecke Europas mit einer Steigung von 28 Prozent erreicht man die Gries­alp. Über die stetig ansteigende Naturstrasse gelangt man anschliessenden den Gamchibach und zahlreichen Wasserfällen entlang in den weiten Talkessel der Gamchi.

«Mir war nicht bewusst, dass es so schöne Orte gibt im Berner Oberland», erzählt Georg Brodbeck aus Bern. Der Mix aus Fels, Wasser, Schnee, Gletscher und grünen Alpweiden faszinierte sowohl ihn wie auch Vito Bolt, den zweiten Zivildienstleistenden im Bunde, von Anfang an.

Handarbeit, Geduld und gute Nerven

Damit diese Landschaft erhalten und längerfristig genutzt werden kann, braucht es viel Handarbeit, Geduld und ab und zu auch gute Nerven, wie Einsatzleiter Stefan Bühler, Pächter der Alp Gamchi, augenzwinkernd erzählt: «Wir verbringen viele Stunden mit dem Wegräumen und Aufschichten von Steinen, schlagen Holz, stellen Zäune auf, kontrollieren die Schafe, bringen Salz, suchen verirrte Tiere und benachrichtigen bei Krankheiten den Besitzer.» Da kommt die Unterstützung durch das Unesco-Welterbe mit Zivildienstleistenden für die Pächterfamilie Bühler gerade gelegen.

Während der vergangenen zwei Wochen wurde die Pächterfamilie durch die Zivildienstleistenden unterstützt: So wurden Steine zu Lesesteinhaufen oder Trockenmauern gestapelt und damit – neben den besseren Nutzungsbedingungen – auch gleich artenreiche Lebensräume für Tiere und Pflanzen geschaffen, Zäune wurden montiert, damit Vieh, Schafe und Ziegen gefahrenlos weiden können, oder die Alpweiden wurden von Blacken befreit.

Die Arbeit sei zwar anstrengend, aber es gebe ein gutes Gefühl, etwas Sinnvolles für die Alpschaft zu leisten und am Abend müde das Resultat der getanen Arbeit zu sehen, so die Meinung der Zivis.

Ab kommender Woche verlegen die Zivis ihren Einsatzort ins hintere Lauterbrunnental. Die Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft des Welterbegebiets ist die Aufgabe des Managementzentrums des Unesco-Welterbes Swiss Alps Jungfrau-Aletsch.

Seit 2014 werden deshalb in der ganzen Welterberegion Arbeitseinsätze organisiert.

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