Wurst und Bier statt langes Sitzen

Wimmis

Ein Traktandum, viele Fragen und Informationen an der Gemeindeversammlung Wimmis.

Der Wimmiser Gemeindepräsident Peter Schmid gewann der kurzen Traktandenliste mit der Rechnung 2018 und dem Verschiedenen Positives ab: «Da bleibt mehr Zeit zum Plaudern, und ihr seid zu Wurst und Bier eingeladen.»

Der Ressortleiter Finanzen Martin Lörtscher konnte an der Gemeindeversammlung in der Aula Chrümig von einem deutlich besseren Ergebnis als budgetiert, einer gesunden Bilanz und weniger Schulden berichten.

Hohe Steuereinnahmen

Eine Frage aus der Versammlung war, warum die Gewinnsteuereinnahmen der juristischen Personen einen grossen Sprung nach oben machten und in der Rechnung mit 613'000 Franken dreimal höher ausfielen als vorgesehen.

Gemeindeverwalter Beat Schneider antwortete, dass diese schwierig vorauszusehen seien und aufgrund von Durchschnittswerten budgetiert würden. Der Gesamthaushalt weist für das Jahr 2018 ein Plus von rund 583'000 Franken auf.

Der allgemeine Haushalt verzeichnete ebenfalls ein positives Resultat von plus 219'185 Franken. 147'085 Franken wurden als finanzpolitische Einlage verbucht. Bei den Spezialfinanzierungen wies nur der Abfall ein Minus auf. Der Lastenausgleich für Ergänzungsleistungen kostete 48'000Franken und beim Sozialen 25'000 Franken mehr als vorgesehen.

Das Eigenkapital beträgt 11,6 Millionen Franken, und die Nettoinvestitionen von 807'704 Franken passierten. Die 55 (3,01 Prozent) Stimmbürger winkten die Rechnung durch.

Da die Steuern für 2019 nicht gesenkt worden seien, hätten aus den zusätzlichen 135'000 Franken diverse Projekte finanziert werden können, informierte Ratspräsidentin Barbara Josi.

So 16 Ruhebänke im Dorf und ein Defibrillator beim Gemeindehaus. Das Herrenmätteli soll ein Netz hinter dem Goal bekommen, ein WC und einen Zugang zum Bächli.

Beim Bahnhof wird der Veloständer grösser und schöner gestaltet. Gegen die angekündigte Schliessung der Poststelle Wimmis werde noch verhandelt. «Ich werde die bestmögliche Lösung suchen», versprach Josi.

Ein Zeichen setzen

Wimmis hat den Austritt gegeben beim Berner Heimatschutz, weil der schweizerische Verein die Nutzung von Gebäuden ausserhalb der Bauzone mit einer Initiative noch weiter einschränken will.

So dürften nicht landwirtschaftlich genutzte Bauten weder zu Wohn- noch zu Gewerbezwecken umgenutzt werden, so Barbara Josi.

Berner Oberländer

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