Ihr Browser ist veraltet. Bitte aktualisieren Sie Ihren Browser auf die neueste Version, oder wechseln Sie auf einen anderen Browser wie ChromeSafariFirefox oder Edge um Sicherheitslücken zu vermeiden und eine bestmögliche Performance zu gewährleisten.

Zum Hauptinhalt springen

«Wir müssen am gleichen Strick ziehen»

Drückt der Regionalkonferenz Oberland-Ost den Stempel auf: Präsident Peter Aeschimann.

Vor Amtsantritt haben Sie gesagt, dass bezüglich Arbeits- und Wohnregion das östliche Oberland noch Potenzial hat respektive Nachholbedarf besteht. Was konnten Sie diesbezüglich in Ihrem ersten Amtsjahr als Präsident der Regionalkon­ferenz Oberland-Ost (RKOO) ­bereits erreichen?

Die BLS fällte diesen Entscheid aber bereits in einem früheren Jahr.

«Ohne die Genehmigung der behördenverbindlichen Richtplanung gibts keine wirtschaftliche Entwicklung.»

Wie gross ist der Anteil der Regionalkonferenz an solchen Erfolgsmeldungen?

Einseitig auf die Bödeli-Gemeinden ausgerichtetes Tourismuskonzept, Nein zur Erhöhung des Beitrags an das Kunsthaus Interlaken und wenig Verständnis für den neuen Status der Bödeli-Bibliothek Interlaken als künftige Regionalbibliothek: Gemeinden von oben am Brienzersee und aus dem Oberhasli liessen im Jahr 2019 vereinzelt an Regionalversammlungen ihre Solidarität vermissen. Wie viel Verständnis bringen Sie für diese Haltung auf?

Stabübergabe im November 2018: Peter Aeschimann (l.) übernimmt das Zepter von Vorgänger Peter Flück. Foto: Fritz Lehmann

Das müssen Sie jetzt erklären.

Aber nicht das Bödeli und das Oberhasli untereinander.

Und der Konkurrenzkampf bedingt was?

«Entscheidend ist, welche freiwilligen Aufgaben schlussendlich der Regionalkonferenz übertragen werden.»

Wie kommen Sie zu diesem Schluss?

Letzteres ist jedoch nicht immer vorhanden. So hat kürzlich die Gemeinde Meiringen das Energiestadtlabel erhalten. Gleiches wollte die Regionalkonferenz für das ganze östliche Oberland erreichen, was schlussendlich an mangelnder Bereitschaft einiger Gemeinden gescheitert ist. Somit werden nach wie vor kommunale vor regionale Interessen gestellt. Wie wollen Sie diesbezüglich Gegensteuer geben?

Ein Blick in die Finanzplanung der RKOO zeigt, dass mit jährlichen Verlusten und einer Halbierung des Eigenkapitals (EK) gerechnet werden muss. Innerhalb der nächsten fünf Jahre soll das EK auf 200'000 Franken sinken, 50'000 Franken über der Liquiditätsschwelle. Wie lässt sich diese Talfahrt stoppen?

Nun ist es ja nicht so, dass die Regionalkonferenz keine Einnahmen generiert. Wie hoch ­waren beispielsweise die erhaltenen Kantonsbeiträge für Projekte im Jahr 2019?

Die RKOO beantragte im abgelaufenen Jahr dem Regierungsrat, unter anderem den Verein Tellspiele Interlaken als Kulturinstitution von regionaler Bedeutung anzuerkennen und im Rahmen der kantonalen Kulturförderung mit 105'000 Franken zu unterstützen. Was ist daraus geworden?

Was hat dies mit dem Kantonsbeitrag zu tun?

Kontakte zu übergeordneten Stellen herstellen und die Position der Region vertreten ist Aufgabe der Grossratsmitglieder, haben Sie mal gesagt. Wie zufrieden sind Sie mit dem Informationsaustausch, wenn man bedenkt, dass die Präsenz der Kantonsvertreter aus dem östlichen Oberland an den Regionalversammlungen unterdurchschnittlich ausfällt?

Stimmt. Deren Präsenz ist nach Geschäftsreglement obligatorisch.

Zurück zur Frage: Wie wichtig ist ein aktiver Informationsaustausch mit den regionseigenen Mandatsträgern aus dem Grossen Rat?

Welches werden die «grossen» Themen im noch jungen 2020 sein?