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«Wir können dieses Tal anbieten. Mehr haben wir nicht»

Martin Boss wuchs in der Stadt Bern auf, lebt aber seit über 30 Jahren im abgelegenen Bergdorf Saxeten, wo er auch Gemeindepräsident ist. So weit, wie man sich es einredet, liegen Stadt und Berggebiet gar nicht auseinander, sagt er.

Ein Bergler, der aus der Stadt kam, aber im abgelegenen Saxeten «gar nichts vermisst»: Martin Boss bei der Klause von George Steinmann unter der imposanten Schwalmere.
Ein Bergler, der aus der Stadt kam, aber im abgelegenen Saxeten «gar nichts vermisst»: Martin Boss bei der Klause von George Steinmann unter der imposanten Schwalmere.
Christian Pfander

Herr Boss, wir sitzen vor Ihrem Haus hier in Saxeten. Es ist still. Nichts läuft. Vermissen Sie ­etwas?Martin Boss: Wenn ich von der Arbeit nach Hause komme, ist da einfach mein Tal. In völliger ­Ruhe. Das ist schon alles – und nichts, was mir fehlen würde.

Fragen Sie sich manchmal, mit was für Problemen man sich ­etwa in der Stadt Bern herumschlägt? Nein. Die kulturelle und ethnische Vielfalt, die Dichte, den Verkehr, das alles haben wir hier oben nicht. Es ist klar, dass sich in Bern andere Fragen stellen und man andere Antworten haben muss. Ich finde Bern eine supercoole Stadt. Die urbane Anlage mit der Aare, die Altstadt, die Multikulturalität, das fasziniert mich. Ich bin sogar ein wenig stolz auf die Stadt Bern. Ich lebe nicht in den Bergen, um mich von der Stadt abzugrenzen.

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