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Willkommen im Wahlkampf

Der Kommentar von BO-Redaktor Samuel Günter zum Interlakner GGR-Entscheid über Erneuerung und Umgestaltung der Lindenallee.

Die Busstation Lindenallee und der Carparkplatz waren die Stolpersteine für den Antrag des Gemeinderats zur Erneuerung der Lindenallee. Foto: Bruno Petroni
Die Busstation Lindenallee und der Carparkplatz waren die Stolpersteine für den Antrag des Gemeinderats zur Erneuerung der Lindenallee. Foto: Bruno Petroni

Die bürgerliche Mehrheit im Interlakner Parlament schickt die Umgestaltung und Erneuerung der Lindenallee an den Gemeinderat zurück. Wegen eines Details. Eines Details, das nicht in den Händen des Gemeinderates liegt. Die geschlossene Allianz aus SVP und FDP stört sich daran, dass bei der Haltestelle Lindenallee die Linienbusse nicht mehr in die Bucht einfahren, sondern auf der Strasse halten sollen. Schliesslich soll ja der Verkehr auf einer der Einfallsachsen von Interlaken nicht behindert werden. Das ist nur auf den ersten Blick verständlich.

Einer genaueren Betrachtung hält die Kritik nicht stand. Das Gesetz ist klar: Die Haltestellen müssen behindertengerecht gestaltet werden. Dass es dazu in unmittelbarer Nähe zum Zentrum Mittengraben ein Gesetz braucht, ist schon allein peinlich. Und der Platz, wenn die Buchten angefahren würden, reicht gemäss Gesetz nicht aus. Und was die Sicherheit für den Langsamverkehr angeht, dürfte entgegen der ersten Intuition das Halten auf der Strasse sicherer sein, als wenn der Bus in den Verkehr einfädeln muss und Velos zwischen Hammer und Amboss kommen.

Hat die Rückweisung des Geschäfts aus hanebüchenen Gründen durch die Bürgerlichen damit zu tun, dass das Geschäft in die Zuständigkeit von Kaspar Boss (SP) fiel, der bisher als Einziger Ansprüche auf das Gemeindepräsidium angemeldet hat? Es wäre ein billiges Manöver auf Kosten der Gemeinde. In dem Fall: Willkommen im Wahljahr.

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