Weiterer Etappensieg fürs V-Projekt

Grindelwald

Mit einem Gesamtentscheid hat das Amt für Gemeinden und Raumordnung verschiedene Planungen des V-Bahn-Projekts genehmigt. Noch offene Einsprachen wurden abgewiesen.

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Als einen sehr wichtigen Schritt bezeichnete Gemeindepräsident Christian Anderegg am Donnerstag anlässlich einer Medienorientierung der Entscheid des Amtes für Gemeinden und Raumordnungen (AGR) zugunsten des V-Bahn-Projekts der Jungfraubahnen. Damit wurden verschiedene Planungen genehmigt, die im Zusammenhang mit dem 400-Millionen-Projekt stehen:

  • Änderungen der Überbauungsordnung Beschneiung Wengen–Kleine Scheidegg;
  • Überbauungsordnung Erschliessung Grund;
  • Zonenplan- und Baureglementsänderungen Grund und Talgietli;
  • Änderungen der Überbauungsordnung Beschneiung Grund–Männlichen–Kleine Scheidegg (wobei die dort festgelegten Seilbahnkorridore mit Stationen/Masten in ungefährer Lage unter Vorbehalt der Plangenehmigungsverfügung des Bundes stehen);
  • Nachträgliche, geringfügige Zonenplan- und Baureglementsänderungen Grund sowie Talgietli und Änderungen der Übernahmeverordnung Beschneiung Grund–Männlichen–Kleine Scheidegg.

Der Entscheid umfasst auch die Baubewilligung für den Neubau der Erschliessungsstrasse Grund mit Neubau Grundbrücke und diverse Nebenbewilligungen. Sämtliche offenen Einsprachen wurden, soweit darauf eingetreten werden konnte, abgewiesen. Nachdem die Bergschaft Wärgistal Ende Oktober letzten Jahres grünes Licht für das Grossprojekt gegeben hatte, waren noch 19 Einsprachen hängig.

Der Gemeinderat Grindelwald hofft nun auf ein zügiges Vorwärtskommen bei diesem Projekt: «Die V-Bahn sichert mittel- und langfristig die erfolgreiche touristische Zukunft der ge­samten Jungfrauregion als ­Topganzjahresdestination im Schweizer Tourismus», heisst es.

Auch die Jungfraubahnen «freuen sich über den positiven Entscheid und danken den ­Gemeinden Grindelwald und Lauterbrunnen für die gute Zusammenarbeit», wie Manuela Zurschmiede im Namen der Direktion mitteilt. Mit dem Entscheid des AGR sei ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Realisierung des V-Bahn-Projekts getan.

Die nächsten Meilensteine, die gerade gesetzt werden, sind die Eingaben der beiden Plangenehmigungsverfahren, wie CEO Urs Kessler Ende 2015 gegenüber dieser Zeitung erklärte. «Läuft alles nach Plan, haben wir die Baubewilligung für die ­V-Bahn noch vor Ende des Jahres 2016», so Kessler damals.

Berner Oberländer

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