Zum Hauptinhalt springen

Weit über dem Branchenschnitt

Trotz 139'000 Franken Jahresverlust ist Geschäftsführer Nicolas Vauclair mit dem Ergebnis 2016 der Lenk Bergbahnen zufrieden. Die Kennzahlen 2016 gehören zur Schweizer Spitze. 532 Genossenschafter pilgerten zur Generalversammlung.

Grund zur Zuversicht: Die Verwaltungsratspräsidenten Emanuel Aellig, Bergbahnen Adelboden (links), und Markus Ziörjen, Lenk Bergbahnen (rechts), mit dem Social-Media-Star «Pischte-Jürg» in der Mitte, Jürg Klopfenstein, Chef der Lenker Pistenfahrer.
Grund zur Zuversicht: Die Verwaltungsratspräsidenten Emanuel Aellig, Bergbahnen Adelboden (links), und Markus Ziörjen, Lenk Bergbahnen (rechts), mit dem Social-Media-Star «Pischte-Jürg» in der Mitte, Jürg Klopfenstein, Chef der Lenker Pistenfahrer.
Matthias Kurt

Die Lenk hat die neue Mehrzweckhalle fast zu klein gebaut. Präsident Markus Ziörjen durfte sagenhafte 532 Genossenschafter zur Generalversammlung (GV) der Lenk Bergbahnen begrüssen. Die GV ist ein gesellschaftliches Ereignis und stärkt das Wirgefühl der Lenker Bergbahnenfamilie. Der VR-Präsident liess für einmal keine neuen Projekte ge­nehmigen. Mit der Strategie- und Finanzplanung 2017–2026 ist einiges in der Pipeline.

Dank der modernen Anlagen wird der Fokus auf Beschneiung, Berggastronomie und Bike gelegt. Gut möglich, dass in den kommenden Jahren für die Berggastronomie eine Kapitalerhöhung nötig wird. So prüfen die Lenk Bergbahnen eine Beteiligung bei der anstehenden Nachfolgereglung Berghotel Hahnenmoos.

Planung der Beschneiung Leiterli–Stoss starten

Ein Verhandlungserfolg ist die Optimierung der Gewässerschutzzone Betelberg. Endlich kann die Planung der Beschneiung Leiterli–Stoss in Angriff genommen werden. 2017 sind der Rückbau der Stationen Luftseilbahn Metsch, die Revision der Betelbergbahn und die Optimierung der Beschneiung zusammen mit den Bergbahnen Adel­boden die wichtigsten Projekte. Die grosse Delegation aus Adel­boden durfte erfreut feststellen, dass sich die Lenk Bergbahnen zum starken Verbund mit Adel­boden und Kandersteg bekennen und die Marke «Adelboden-Lenk, dänk!» gemeinsam stärken wollen. Gespannt wird beobachtet, wie sich die Tourismus-Lenk po­sitionieren will.

Unternehmensresultate sind praktisch konstant geblieben

Geschäftsführer Nicolas Vauclair liess das Geschäftsjahr 2016 Revue passieren und Leiter Finanzen René Schläppi stellte das Jahresergebnis informativ spannend vor. In der vauclairschen Gleichung (Sonne + Schnee) hoch Heinzelmännchen = Erfolg sind Lenk Bergbahnen Spitze. Mit der Variable Sonne müssen Bergbahnen leben, bei den Heinzelmännchen, den topmotivierten Mitarbeitern, kann viel erreicht werden.

Haben in den vergangenen Jahren die Schweizer Bergbahnen im Durchschnitt massiv Markt­anteile verloren und die Skiregion Adelboden-Lenk auch Federn lassen müssen, sind die Unternehmensresultate der Lenk Bergbahnen praktisch konstant geblieben und somit sehr gut. 2016 wurden mit 12,88 Millionen nur 59 000 Franken weniger als im Vorjahr eingenommen. Der Personalaufwand stieg auf 30 Prozent vom Umsatz und ist ein Zeichen für ausgewogenen faire Entlöhnung.

Das Ebita, der Gewinn vor Abschreibungen und Steuern, ist mit 5,18 Millionen Franken und 40,18 Prozent vom Umsatz aus­gezeichnet. Lenk Bergbahnen schreiben konsequent ab und weisen für das Jahr 2016 einen Verlust von 139 000 Franken aus. Dafür sind Zweidrittel der modernen Anlagen schon abgeschrieben. Alle Geschäfte wurden einstimmig angenommen.

Der Sommerertrag leistet nur mickrige 7 Prozent an den Umsatz. Und gleichwohl konnten im Sommer 2016 die bisherigen Ergebnisse förmlich pulverisiert werden – dank Kooperationen, Produktverbesserungen und kreativem Angebot an Lenker Hotelgäste. Dieser Weg wird im kommenden Sommer konsequent weiter beschritten.

Sonnenuntergangsstimmung auf dem Metschstand

Vom 30. Juni bis zum 11. August fährt der Metsch-Stand-Xpress länger, um den Gästen den magischen Sonnenuntergang auf dem Metschstand näherzubringen. Die beliebten Themengondeln werden am Betelberg mit Murmeli ergänzt – und dies zweisprachig. Die Lenk Bergbahnen dürfen immer mehr Gäste aus der Romandie begrüssen. Top war für 509 GV-Essgäste der köstliche Viergänger von Leiterli-, Snowbeach-Lodge- und Metschstand-Pächter Samuel Kappeler. Das Gastrounternehmen hat 2016 den Umsatz der Lenk Bergbahnen mit einem hohen Pachtertrag von 368'000 Franken gestärkt.

Dieser Artikel wurde automatisch aus unserem alten Redaktionssystem auf unsere neue Website importiert. Falls Sie auf Darstellungsfehler stossen, bitten wir um Verständnis und einen Hinweis: community-feedback@tamedia.ch